Betrug

21.000 mysteriöse Päckchen mit Saatgut

21.000 mysteriöse Päckchen mit Saatgut

21.000 mysteriöse Päckchen mit Saatgut

Ritzau/wt
Kopenhagen
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Hier im Internationalen Postzentrum in Kastrup sind die Päckchen abgefangen worden. Foto: Peuckert Claus/Ritzau Scanpix

Die dänische Landwirtschaftsbehörde sorgt sich um Saatgut, dass ohne Bestellung aus China verschickt wird.

Im Frühjahr tauchten die ersten mysteriösen Päckchen mit Pflanzensamen beim internationalen Postzentrum am Flughafen Kastrup auf.

Mittlerweile hat das Postzentrum 20.957 von ihnen beschlagnahmt.

Die Päckchen kommen typischerweise aus China und sind von den Adressaten nicht bestellt worden.

Und obwohl die Samen zunächst harmlos aussehen, sollte man sie unter keinen Umständen aussäen, warnt die Landwirtschaftsbehörde. Es kann sich nämlich um invasive Arten oder genmanipuliertes Saatgut handeln. Auch könnten Pflanzenkrankheiten eingeschleppt werden.

„Man sollte sie nicht aussäen, damit sich die Pflanzen nicht in unseren Gärten und der Natur ausbreiten“, sagt Kristine Riskær, Abteilungsleiterin bei der Landwirtschaftsbehörde.

„Empfängt man solche Päckchen, empfehlen wir, dass man sie kocht, in die Mikrowelle tut oder in Plastik einpackt und in den brennbaren Müll schmeißt“.

Internetbetrug

Zunächst war unklar, warum jemand Saatgut an zufällig ausgewählte Empfänger schickt. Mittlerweile nimmt man an, dass es hierbei um einen Internetbetrug genannt „Brushing Scam“ handelt. E-Handelsfirmen versuchen auf diese Art einen künstlich hohen Umsatz vorzutäuschen, um so ein besseres Rating zu bekommen.

„Es ist möglich, dass einem diese Päckchen zugeschickt werden, nachdem man gewisse E-Handelsportale genutzt hat“, so Riskær.

Unter anderem in Großbritannien und den USA sind solche Päckchen ebenfalls aufgetaucht.

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