Klimaschutz

Google baut fünf Solarparks in Dänemark

Google baut fünf Solarparks in Dänemark

Google baut fünf Solarparks in Dänemark

Dirk Thöming
Fredericia
Zuletzt aktualisiert um:
Ein Solarfeld nördlich von Esbjerg. Foto: Henning Bagger, Ritzau-Scanpix

Der Google-Konzern will den regenerativen Strom für sein neues Datenzentrum in Fredericia selbst erzeugen. Fünf riesengroße neue Solarparks werden über das Land verteilt zeitnah gebaut.

Jeder Klick löst einen kleinen elektrischen Impuls aus, und dies geschieht täglich milliardenfach: Die über die Welt verteilten Datenzentren des IT-Konzerns Google haben einen enormen Energieverbrauch.

Google versucht aber, die Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen und bezeichnet sich selbst als seit 2007 CO2-neutral.

Anlässlich der Errichtung eines neuen Datenzentrums bei Fredericia, das Ende nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen soll, hat Google jetzt angekündigt, in Dänemark fünf Solarparks zu errichten, schreibt die Nachrichtenagentur Ritzau.

Die Parks sollen zusammen über eine Leistung von 160 Megawatt (MW) verfügen und damit den im Datenzentrum benötigten Strom regional und im Betrieb völlig ohne Emissionen zur Verfügung stellen.

Drei der Solarparks sollen in Jütland liegen, einer auf Seeland und der fünfte auf Lolland und zeitnah gebaut werden. In den meisten Fällen werden landwirtschaftliche Flächen umgewidmet, heißt es.

Die Kommune Næstved auf Seeland hat den Bebauungsplan für einen Park bei Blangslev bereits abgesegnet. Es sei reibungslos gegangen mit Ausnahme der Beschwerden weniger Bürger, hieß es seitens der Kommune.

Schwer einen Park unsichtbar zu machen

„Einige Bürger waren unzufrieden, weil sie jetzt auf Solarfelder blicken sollen statt auf bebaute Felder. Das kann ich nachvollziehen. Aber es ist schwer, einige Hundert Hektar Land zu finden, die nicht von irgendwoher einsehbar sind“, wird Næstveds Bürgermeister Carsten Rasmussen (Soz.) zitiert. Dem Bericht zufolge ist Google dann auch die Auflage gemacht worden, rund um die Anlage Hecken als Sichtschutz zu pflanzen.

Die fünf Anlagen werden in Gimming bei Randers (17 MW), auf der Insel Mors (25 MW), in Norddjurs bei Aarhus (23 MW), Blangsved bei Næstved auf Südseeland (41 MW) und am Rødby Fjord auf Lolland (55 MW) errichtet.

„Eine Firma wie Google verbraucht viel Energie, weil wir das Internet 24 Stunden täglich am Laufen halten. Aber sind uns gleichzeitig einer riesengroßen Verantwortung bewusst, dass dies auf eine so erneuerbare weise wie überhaupt möglich zu geschehen hat“, wird der dänische Google-Geschäftsführer Malou Aamund zitiert.

Solarenergie in Dänemark

  • In Dänemark war am 1. Janaur 2018 eine Kapazität von 906 Megawatt Solarenergie auf 98.585 Anlagen verteilt installiert.
  • Etwa 70 Prozent der Leistung war auf Feldern (als Solarparks) installiert, der Rest auf Dächern.

(Quelle: Zeitschrift „Ingeniøren“)

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