Wirtschaft

Nationalbankdirektor: Fehlende Gleichstellung ist ein Problem

Nationalbankdirektor: Fehlende Gleichstellung ist ein Problem

Nationalbankdirektor: Fehlende Gleichstellung ein Problem

jt
Kopenhagen
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Foto: Hunters Race/Unsplash (Symbolfoto)

Frauenquoten und Elternzeit für Väter können in Zukunft notwendig werden, um die Gleichstellung zu gewährleisten, meint der Direktor der dänischen Nationalbank.

Viele Jahre lang war Lars Rode davon überzeugt, dass es um die Gleichstellung in Dänemark gut stehe. Doch in den vergangenen Jahren ist der Direktor der dänischen Nationalbank pessimistischer geworden. Weder im öffentlichen noch im privaten Bereich hat sich eine Gleichstellung der Geschlechter durchsetzen können, erklärt Rohde gegenüber der Tageszeitung „Berlingske“.

„Ich meine, wir können die komplette Gleichstellungsdebatte hier und jetzt beenden, wenn keine erzwungene Elternzeit für Väter eingeführt wird. Die Elternzeit ist meiner Meinung nach das Entscheidende“, so Rohde. Deshalb begrüßt er die EU-Initiative, dass zwei Monate der Elternzeit ab 2022 für die Väter reserviert werden.

Dänemark darf ihm zufolge aber auch gerne „radikaler“ sein. „Das Einführen von Frauenquoten ist eine Niederlage, aber kann notwendig werden“, erklärt der Direktor.

Dass es Unternehmen in Dänemark gibt, die weder im Vorstand noch in der Chefetage Frauen angestellt haben, ist für ihn besorgniserregend. „Gleichstellung haben wir erst, wenn auch Platz für schlechte weibliche Chefs vorhanden ist“, so Rohde gegenüber „Berlingske“.

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