Wirtschaft

Das Ladensterben in den Fußgängerzonen hält an

Helge Möller
Helge Möller Journalist
Kopenhagen
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In der Perlegade wird ein Jahr lang fleißig gegraben. Foto: Karin Riggelsen

Seit dem Jahr 2008 sind 3034 Geschäfte aus dänischen Städten verschwunden. Doch florieren einige Branchen.

Jedes zweite Spielzeug-Geschäft gibt es im Königreich nicht mehr; aufgegeben hat jedes dritte Farbengeschäft und jede dritte Buchhandlung. Viele Obst- und Gemüseläden haben dichtgemacht so wie Schlachter und Schuhgeschäfte auch. Dies berichtet die Zeitung Politiken.

Lone Rasmussen von Dansk Erhverv warnt: „Wenn man Geschäfte in seiner Umgebung haben möchte, doch vergisst, in ihnen einzukaufen, wird es bald zu spät sein. Letzten Endes sind es die Verbraucher, die entscheiden, welche und wie viele Geschäfte es in Zukunft geben wird.“

Fußgängerzonen schrumpfen

Dansk Erhverv hatte sich – mit Daten von Danmarks Statistik – den Zeitraum zwischen 2008 und 2016 angeschaut. Die Gesamtzahl der Ladengeschäfte fiel von 28.133 auf 24.430, vor allem durch den boomenden Internethandel, hinzu kommen neue Verbrauchergewohnheiten. „Wenn wir 20 Prozent unserer Waren im Internet kaufen, dann hat das Auswirkungen, fasst Per Nyborg, Direktor des Planungsinstituts ICP, zusammen.

Die Entwicklung hat Politiken zufolge große Auswirkungen, die sich vor allem in den kleineren Städten des Landes bemerkbar machen. Während in den größeren Orten Restaurants, Cafés und Dienstleister in die leerstehenden Räume einziehen, werden die Fußgängerzonen in den kleineren immer kürzer.

Lichtblicke

Dansk Erhverv erwartet, dass das Geschäftssterben weiter anhält. Allerdings gibt es Branchen, die florieren. Gut verkaufen sich in real existierenden Geschäften beispielsweise Lampen, Küchenartikel oder auch Fahrräder. Auch Second Hand-Läden werden gut besucht.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Schöne Zahlen“