Kinder und Jugendliche

Klassisches Spielzeug uninteressant für Siebenjährige

jt
Kopenhagen
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Eine neue Untersuchung zeigt ein verändertes Spielmuster bei Kindern in Dänemark. Insbesondere die digitalen Möglichkeiten stellen eine Anziehungskraft dar.

Als Top-Toy, der Betreiber der Spielzeugkette Fætter BR, in der vergangenen Woche seine Umstrukturierung und einige darauffolgende Ladenschließungen bekanntgab, begründeten sie diese, mit einem veränderten Spielmuster der Kinder. Die Kinder wuchsen schneller aus dem Alter, wo sie noch mit Spielzeug spielen, so das Unternehmen.

Eine Analyse des Beraterunternehmens Red Associates zeigt, dass vor zehn Jahren die Jungen noch bis ins zwölfte Lebensjahr mit Spielzeug spielten. Heute ist das Alter auf acht Jahre geschrumpft. Die Mädchen hören nach dem siebten Lebensjahr auf mit Spielzeug zu spielen, berichtet die Tageszeitung Kristeligt Daglblad.

„Die Analyse zeigte auch, dass sobald das Spielzeug langweilig wurde, griffen die Kinder zu den digitalen Alternativen. Die Anziehungskraft der Interaktivität hat das Spielmuster der Kinder immens beeinflusst“, so Top-Toy-Direktor Per Sigvardsson. Ihm zufolge sei diese Entwicklung so rasant verlaufen, dass seine Geschäfte nicht schnell genug auf diese Umstellung reagieren konnten. Zur Folge müssen nun zehn Fætter BR-Geschäfte in Dänemark schließen – unter anderem in Tondern.

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