Hausbau

Häusle bauen wird immer teurer

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Jens Büttner/dpa

Insbesondere in Kopenhagen und in anderen größeren Städten wird viel neu gebaut. Das wird aber immer teurer.

Es wird immer teurer, sich ein neues Haus oder eine Wohnung bauen zu lassen. Das belegen aktuelle Zahlen von Danmarks Statistik. Vom 2. Quartal letzten Jahres bis Ende des gleichen Quartals 2018 stiegen die Baukosten um 2,1 Prozent.

Zum Vergleich stiegen die Kosten im ganzen Jahr 2017 nur um 0,75 Prozent. Das heißt, dass die Preissteigerungen im laufenden Jahr so richtig Fahrt aufgenommen haben.

„Das liegt insbesondere daran, dass die Lohnkosten im letzten Jahr um 2,5 Prozent stiegen, während die Preise für Baumaterial um 1,9 Prozent in die Höhe schnellten“, so Chefökonom Tore Stramer von Nykredit. Das zeige ganz logisch, dass der Aufschwung sich am Bau stark bemerkbar mache. Das habe den Preis für Arbeitskraft und Material unter Druck gesetzt.

Die Baufirmen müssten mit höheren Gehältern Personal anlocken oder halten, so der Experte von Nykredit. Das habe große Bedeutung für den Normalbürger – oder Häuslebauer, die entweder etwas Neues oder renovieren wollen. Tore Stramer meint aber, dass es sich wegen der niedrigen Zinsen für viele Dänen trotzdem im größten Teil des Landes angesichts der Lage auf dem Immobilienmarkt immer noch lohnt, neu zu bauen statt alt zu kaufen.

Dennoch gebe es große regionale Unterschiede. In und in der Nähe der großen Städte seien die Hauspreise am meisten gestiegen – am meisten in Kopenhagen, wo die Aktivitäten am Bau aktuell ein Rekordniveau erreicht hätten. Ein Fünftel aller Neubauten würden dort entstehen. Aber auch anderswo werde fleißig gebaut in Stadtnähe. Auf dem Lande werde dahingegen kaum Richtfest gefeiert, so Stramer. Da gebe es eine Schieflage.
Unterm Strich sei die Aktivität am Bau gut für die dänische Ökonomie. Man müsse aber damit rechnen, dass das Bau-Wachstum in den kommenden Jahren abnehmen werde.

Mehr lesen