Quartalsbilanz

DSB: Verspätungen und Ausfälle sorgen für Kundenflucht

DSB: Verspätungen und Ausfälle sorgen für Kundenflucht

DSB: Verspätungen und Ausfälle sorgen für Kundenflucht

Kopenhagen
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Foto: Volker Heesch

Gleisarbeiten und Verspätungen haben viele davon abgeschreckt, die staatliche Bahngesellschaft DSB zu nutzen. Trotzdem stieg das Ergebnis im dritten Quartal.

Viele Gleisarbeiten haben das Quartalsergebnis der dänischen Staatsbahnen DSB in den ersten neun Monaten von 2017 negativ beeinflusst. Doch Kürzungen und weniger Kreditausgaben konnten das Ergebnis verbessern.

„In den ersten neun Monaten in diesem Jahr mussten die DSB einen Rückgang in der Anzahl der Zug-Reisen um zwei Prozent hinnehmen. Das sind primär Reisen mit der S-Bahn in Kopenhagen, die von Gleisarbeiten geplagt waren“, schreibt die Bahngesellschaft in einer Mitteilung.

Auch die steigende Konkurrenz auf dem „Ost-West-Markt“ habe die Anzahl der Passagiere in den Fern- und Regionalzügen beeinflusst, so DSB. Insbesondere der wachsende Gebrauch des eigenen Autos sei eine der Hauptgründe für den Passagierrückgang. Die Aussicht nach einer um 25 Prozent günstigere Überfahrt über die Große-Belt-Brücke wird die Konkurrenz verschärfen, prophezeit DSB.

Insgesamt fiel die Anzahl der DSB-Reisenden, inklusive S-Bahn, auf 143,4 Millionen – 3,6 Millionen weniger im Vergleich zum vorherigen Jahr. Trotz des deutlichen Passagierrückganges konnte der Ertrag im Vergleich zu 2016 auf 458 Millionen gesteigert werden. 2016 lag das Ergebnis noch bei einem Minus von 190 Millionen Kronen, wegen der immensen Abschreibungen auf die gescheiterten IC-4 und IC-2-Züge.

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