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Weltneuheit: Fehmarnbelt-Tunnel mit Untergeschoss

Helge Möller
Helge Möller Journalist
Kopenhagen
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Das Serviceelement ist höher und hat ein Untergeschoss. Foto: Femern A/S

Ein 18 Kilometer langer Tunnel mit Fahrbahnen und Gleisen muss gewartet werden. Damit dieses möglichst ohne Verkehrsbehinderung vonstatten geht, erhält der geplante Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Puttgarden und Rødbyhavn ein Untergeschoss.

Laut Bauherr Femern A/S wird der Fehmarnbelt-Tunnel nach Fertigstellung mit rund 18 Kilometern der längste Tunnel der Welt für Autos und Züge – und der längste Absenktunnel der Welt, der aus vielen Elementen besteht.

Wie das dänische Staatsunternehmen mitteilt, wird es beim Bau des Absenktunnels eine Weltneuheit geben: Spezialelemente mit einem Untergeschoss, die alle zwei Kilometer eingebaut werden. Die Ebene unterhalb der Fahrbahnen und den Gleisen soll Wartungsarbeiten erleichtern. Zudem werden diese Arbeiten nicht den laufenden Verkehr behindern.

Die Spezialelemente sind jeweils 47 Meter breit, ebenso lang und 13 Meter hoch. Sie sind damit etwa vier Meter tiefer und an einer Seite vier Meter breiter als die Standardelemente. Femern A/S plant, die Elemente in der künftigen Tunnelfabrik auf Lolland zu fertigen, über die Ostsee zum zuvor ausgehobenen Tunnelgraben zu schiffen und sie dort abzusenken.

In den Spezialelementen wird die elektrische und mechanische Versorgung des Tunnels untergebracht sein. Im Tunnel selbst befinden sich Sicherheitseinrichtungen wie Beleuchtung, Lüftung und Pumpen sowie Brandschutzanlagen. Diese werden in den Spezialelementen über Schaltanlagen gesteuert und über Transformatoren mit Strom versorgt, der sowohl aus Dänemark, als auch auch aus Deutschland kommt, was die Versorgungssicherheit erhöhen soll.

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