Landtagswahl

SSW: Das Image Dänemarks hatte Einfluss auf Wahlergebnis

SSW: Das Image Dänemarks hatte Einfluss auf Wahlergebnis

SSW: Das Image Dänemarks hatte Einfluss auf Wahlergebnis

Flensburg
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Lars Harms und der SSW sind auf Ursachensuche nach dem Stimmenrückgang bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein Foto: dpa

Ursachenforschung: Die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein, SSW, ging bei der Landtagswahl um 20 Prozent zurück. Das schlechte Abschneiden hat drei Gründe.

Ursachenforschung: Die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein, SSW, ging bei der Landtagswahl um 20 Prozent zurück. Das schlechte Abschneiden hat drei Gründe.

Die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein, der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), konnte bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein ihre drei Mandate im Landtag in Kiel behaupten. Doch die Zahlen hinter dem Erreichten sind alles andere als positiv: etwa 20 Prozent oder 13.900 Stimmen weniger. Jetzt sucht die Partei nach den Ursachen für das rückgängige Wahlergebnis.
Spitzenkandidat Lars Harms und Landesvorsitzender Flemming Meyer nennen laut Flensborg Avis drei Gründe für den Rückgang: Zum einen wirkten sich die schlechten Umfragewerte für den Regierungspartner SPD auch auf den SSW aus, der sich früh im Wahlkampf auf die Seite der Sozialdemokraten stellte. Zweitens ist das Wahlprogramm des SSW nicht beim Wähler angekommen beziehungsweise nicht deutlich genug gewesen. Und schließlich nennen die beiden Politiker das Image von Dänemark: Der SSW wird oft mit dänischer Politik gleichgestellt und Dänemark habe bei der Mehrheitsbevölkerung unter anderem wegen der Grenzkontrollen an Ansehen verloren, so die SSW-Politiker.

„Die Sympathien für Dänemark sind weniger geworden. Früher verbanden die Leute Dänemark mit hygge, aber Grenzkontrollen und die Flüchtlingsdebatte haben ihren Spuren hinterlassen“, sagt Flemming Meyer laut Flensborg Avis.

Der frühere Chefredakteur des Nordschleswigers, Siegfried Matlok, glaubt dagegen nicht, dass das Image Dänemarks ein Grund für das schlechte Abschneiden ist. „Der SSW hat sich gegen die dänische Haltung zu Grenzkontrollen und Flüchtlingen gestellt, daher kann ich dieser Logik nicht folgen“. Auch Matlok glaubt, dass das schlechte Wahlergebnis der SPD Einfluss auf die SSW-Zahlen habe. Hinzu käme der Abgang von Anke Spoorendonk – Lars Harms sei nicht ganz so bekannt oder beliebt wie seine Vorgängerin an der Spitze des SSW, so Matlok zu Flensborg Avis.

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