Kommunalwahlen

Wähler haben weniger Wahllokale

Wähler haben weniger Wahllokale

Wähler haben weniger Wahllokale

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Seit den vergangenen vier Kommunalwahlen sind rund ein Viertel der Wahllokale geschlossen worden. Das hat einen negativen Einfluss auf die Wahlbeteiligung der Älteren und Jugendlichen, meint ein Kommunalforscher.

Schulen, Sporthallen und Versammlungshäuser werden am 21. November in Wahllokale umfunktioniert und mit Wahlkabinen ausgestattet, sodass die Bürger bei der Kommunal- und Regionswahl ihr Kreuz setzen können. Doch der Abstand zu den Wahllokalen ist in den vergangenen Jahren länger geworden, weil mehr und mehr Wahllokale geschlossen wurden, berichtet die dänische Nachrichtenagentur Ritzau.

Bei den kommenden Wahlen wird es 1.387 Wahllokale geben, während es 2005 noch 1.831 waren. Die Anzahl ist um 444 Lokale, rund ein Viertel, geschrumpft.

Roger Buch, Kommunalforscher und Forschungsleiter an der dänischen Medien- und Journalistenhochschule, nennt es eine „recht dramatische Entwicklung.“ „Das hat eine praktische Bedeutung, denn mehr Leute bekommen einen längeren Weg zum Wahllokal“, so Buch und ergänzt: „Dänische und internationale Studien haben ergeben, dass das Risiko, nicht wählen zu gehen, dadurch steigt.“

Ihm zufolge sind es insbesondere die ältere Generation und Jugendliche, die bei einem weiteren Weg zum Wahllokal nicht wählen gehen.

Die einzelnen Kommunen bestimmen, wie viele Wahllokale sie ihren Bürgern bereitstellen wollen. Sie haben auch die Verantwortung, dass Ältere oder Personen mit Behinderungen eine Möglichkeit haben, ihre Stimme abzugeben, berichtet Ritzau.

Seit der vergangenen Kommunalwahl 2013 wurden in Nordschleswig allerdings keine Wahllokale geschlossen.

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