Bildung

Viele Schulen haben ein Handyverbot

jt
Kopenhagen
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Foto: dpa/Sven Hoppe (Symbolfoto)

Die Schulen in Dänemark dürfen selbst entscheiden, ob sie ein Handyverbot erteilen oder nicht. Zwölf Prozent haben keine Handypolitik.

Viele Volksschulen und Gymnasien in Dänemark haben eine Handypolitik, die es den Schülern verbietet, im Unterricht ihre Handys zu benutzen. Das zeigt einen neue Untersuchung des Unterrichtsministeriums. Von 271 befragten Schulen haben lediglich 33, also rund zwölf Prozent, auf eine solche Handypolitik verzichtet, so das Ministerium.

Ein guter Unterricht erfordere Ruhe und Zeit für ein Vertiefen in komplexe Themenbereiche. Deshalb seien klare Regeln wichtig, meint die Unterrichtsministerin Merete Riisager (Liberale Allianz). „Es freut mich, dass so viele Schulen eine Handypolitik haben. Es herrscht kein Zweifel daran, dass Ruhe im Klassenraum benötigt wird und dass man in den Pausen zusammen spielen kann“, so Riisager zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Doch zugleich lehnt sie ein generelles, von der Politik bestimmtes, Handyverbot ab. Ihr zufolge sollen die Schulen selbst entscheiden, wie sie den Handygebrauch in der Schulzeit handhaben wollen.

Die Untersuchung des Ministeriums zeigte zudem, dass 22 Prozent der befragten Volksschulen morgens die Handys der Schüler einsammelen. Eine Praxis, die der Ministerin gefällt. „Das ist natürlich sehr vernünftig, wenn das Vorhaben von den Eltern und Vorstand abgesegnet wurde“, so Riisager.

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