EU-Kommissarin

Vestager wünscht sich zweite Amtszeit – Venstre sieht dafür geringe Chancen

Vestager wünscht sich zweite Amtszeit – Venstre sieht dafür geringe Chancen

Vestager wünscht sich zweite Amtszeit – Venstre sieht dafür geringe Chancen

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen/Brüssel
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Margrethe Vestager Foto: Scanpix

Die amtierende EU-Wettbewerbskommissarin würde gerne fünf weitere Jahre in Brüssel bleiben. Die blaue Regierung sieht allerdings eher einen aus ihren Reihen auf dem Posten – will aber noch nichts ausschließen.

Margrethe Vestager (Radikale Venstre) will auch künftig EU-Kommissarin bleiben – wenn man sie lässt. Derzeit sieht es nämlich schlecht für die amtierende Wettbewerbskommissarin der Europäischen Union aus.

Im kommenden Jahr muss Dänemark eine neue Kommissarin oder Kommissar berufen. Die derzeitige bürgerliche Regierung sieht allerdings keine großen Chancen für eine zweite Amtszeit Vestagers. „Normalerweise wählt man einen Kandidaten aus dem eigenen Block. Die Radikale Venstre hat sich allerdings aus unerfindlichen Gründen dazu entschlossen, dem roten Block anzuschließen. Daher sieht es eher schlecht für sie aus“, sagt der Sprecher für EU-Politik von Venstre, Jan E. Jørgensen, zur Internetzeitung Altinget.

Komplett verwerfen will er die Idee allerdings nicht: „Ich bin wie viele andere der Meinung, dass sie ihren Job als Kommissarin richtig gut macht. Deshalb will ich es auch nicht komplett ausschließen“, so Jørgensen.

Vestager wurde 2014 von der damaligen Helle-Thorning-Schmidt-Regierung nach Brüssel berufen. Insgesamt gibt es 28 Kommissare, aus jedem EU-Land einen, die für fünf Jahre im Amt sind.

Die Dänin selbst ist sich sicher, dass weitere fünf Jahre mit ihr im Amt, der EU zugutekommen würden. „Ich glaube mit einer weiteren Amtszeit, können wir fantastische Dinge tun“, so Margetehe Vestager zur belgischen Zeitung L´Echo.

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