Bildungspolitik

Studienaufnahme: Politiker bereit für eine Änderung des Aufnahmesystems

Studienaufnahme: Politiker bereit für eine Änderung des Aufnahmesystems

Studienaufnahme: Politiker bereit für eine Änderung des Aufnahmesystems

jt
Kopenhagen
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Foto: dpa

Universitätsrektoren und ein Wirtschaftsverband haben einen neuen Vorschlag zur Studienaufnahme präsentiert. Mehrere Politiker sind bereit, diesem zu folgen.

Wenn kommende Studenten sich in Zukunft für einen Studienplatz an einer Hochschule oder Universität bewerben, dann sollen sie nicht nur anhand ihres Notendurchschnitts aus dem Gymnasium bewertet werden. Das meinen laut Tageszeitung Politiken Rektoren der Uni Roskilde (RUC) und der Technischen Universität (DTU), sowie der Wirtschaftsverband Dansk Erhverv.

Das Aufnahmesystem sollte laut Vorschlag in Zukunft darauf achten, welche Zensuren die Studenten in den relevanten Fächern des gewählten Studiengangs haben. Möchte eine Person beispielsweise Geschichte studieren, sie aber nicht den erforderlichen Zensurdurchschnitt hat, dann sollte bei der Aufnahme die Zensuren der Gymnasialfächer Geschichte, Gesellschaftskunde, Altertumskunde und Dänisch bewertet werden, so der Vorschlag.

„So, wie unser Bewertungssystem heute funktioniert, laufen wir Gefahr, dass viele der größten Talente auf der Strecke bleiben und nicht ihr Wunschstudium absolvieren können“, erklärt RUC-Rektorin, Hanne Leth Andersen bei Politiken. Sie ist eine der Verantwortlichen, die nun die Regierung dazu auffordert, das System zu ändern.

Mehrere Politiker stehen dem Vorschlag positiv gegenüber. Mette Reissmann (Sozialdemokraten) bezeichnet den Vorschlag als „interessant“. „Die Idee, dass die relevanten Fächer bei der Bewertung einen höheren Stellenwert bekommen, finde ich gut“, so Reissmann.

Auch Jens Henrik Thulesen Dahl, bildungspolitischer Sprecher der Dänischen Volkspartei, findet den Vorschlag gut. Ihm zufolge ist das ein kleiner Schritt in eine zielgerichtetere Richtung.

Bildungs- und Forschungsminister Tommy Ahlers (Venstre) ist offen für eine Änderung des Bewertungssystems. „Ich möchte gerne näher untersuchen, was wir verbessern können“, so Ahlers zur Nachrichtenagentur Ritzau. Es sei ihm zufolge aber weiterhin wichtig, die breite Fachlichkeit in den Gymnasien Dänemarks aufrechtzuerhalten.

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