Meinungsumfrage

Rote Mehrheit hinter Frederiksen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Die neuste Voxmeter-Umfrage zeigt: Mette Frederiksen steuert weiter in Richtung Staatsministeramt.

Die Sozialdemokraten segeln in ruhigem Fahrwasser. Die Partei arbeitet eng mit der Dänischen Volkspartei zusammen und die Vorsitzende Mette Frederiksen hat gute Aussichten, bei der nächsten Wahl Regierungschefin zu werden. Sie kann derzeit auf 92 Mandate bauen, die hinter ihr stehen, während der amtierende Staatsminister Lars Løkke Rasmussen von der Partei Venstre nur auf 83 Mandate kommt. Das zeigt eine neue Voxmeter-Umfrage.

Diese wurde unter anderem während des Folkemøde in Allinge auf Bornholm durchgeführt. Die Sozialdemokraten erhielten bei der Umfrage 46 Mandate bei einem Wählerzuspruch von 25,9 Prozent. Das ist ein Sitz weniger als nach der vergangenen Wahl. Dafür würde die Radikale Venstre derzeit mit 6,6 Prozent auf 12 Mandate kommen – vier mehr als zuletzt.

Die Sozialistische Volkspartei liegt mit 4,1 Prozent weiter bei sieben Sitzen. Die Einheitsliste konnte sich in der Wählergunst steigern und käme bei einer heutigen Wahl auf 17 Mandate bei 9,4 Prozent der Stimmen. Auch die Alternativen gewinnen mit 5,5 Prozent einen Sitz und kommen auf zehn Sitze.

Venstre und DF verlieren

Regierungspartei Venstre muss drei Sitze einbüßen und kommt nur noch auf 31. Sie wäre bei aktuell 16,6 Prozent Zustimmung die drittstärkste Partei. Auch die Dänische Volkspartei (DF) verliert an Zuspruch und kommt derzeit mit 18,7 Prozent nur noch auf 33 Mandate – vier weniger als bei der vergangenen Wahl.

Die Konservativen gewinnen bei 3,9 Prozent der Stimmen ein Mandat und kommen auf sieben, während die Liberale Allianz derzeit ein Sitz verloren hätte und mit 6,7 Prozent 12 Mandate innehätte.

Für die Umfrage wurden 1.029 repräsentative Ausgewählte zwischen dem 12. und 17. Juni telefonisch befragt. Die maximale Unsicherheit liegt bei +/- 2,7 Prozentpunkten. 24,4 der Befragten gaben an „unschlüssig“ zu sein, „nicht Wählen zu gehen“, „einen leeren Stimmzettel abzugeben“ oder waren nicht stimmberechtigt.

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