Gesundheitswesen

Regionspolitiker wollen entfernte Namensschilder erlauben

Regionspolitiker wollen entfernte Namensschilder erlauben

Regionspolitiker wollen entfernte Namensschilder erlauben

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup
Vejle
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Foto: Scanpix

Dem Krankenhauspersonal in der Region Süddänemark soll das Arbeiten ohne Namensschilder erlaubt werden. Das meinen mehrere Regionspolitiker, die das Problem nun im Regionsrat debattieren wollen.

Wenn sich das Pflegepersonal in den Krankenhäusern der Region Süddänemark schikaniert und bedroht fühlt und deshalb nicht mit Namensschildern arbeiten will, dann soll das auch erlaubt werden, meint der Vorsitzende des Sozial- und Psychatrieausschusses der Region Süddänemark, Thies Mathiasen (Dänische Volkspartei).

Am Montag berichtete der dänische Nachrichtensender DR Syd, dass das Krankenhauspersonal aufgrund von Bedrohungen fürchtet, Namensschilder während der Arbeitszeit zu tragen. „Jeder Mitarbeiter soll selber entscheiden können, ob er ein Namensschild tragen möchte oder nicht. Wenn man schikaniert worden ist, dann finde ich das völlig in Ordnung“, so Mathiasen zu DR.

Doch die Regeln für das Tragen eines Namensschildes sind von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich, meint Regionsratspolitiker Morten Weiss-Petersen (Konservative), der das Problem nun im Regionsrat diskutieren möchte.

„Die ganze Namensschild-Sache liegt einem größeren Problem zugrunde. Unser Personal soll eine rauer werdende Droh-Kultur dulden. Ein solches Problem soll zentral und nicht dezentral gelöst werden“, sagt Weiss-Petersen.

Doch das sehen die Regionsratspolitiker Villy Søvndal (Volkssozialisten) und Poul-Erik Svendsen (Sozialdemokraten) anders. Sie meinen, dass die Krankenhäuser selbst entscheiden sollten, wie sie das Problem lösen wollen.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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