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Region Süddänemark senkt Energieverbrauch

Region Süddänemark senkt Energieverbrauch

Region Süddänemark senkt Energieverbrauch

Vejle
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Die modernen Gebäude der Region Süddänenamark, auf dem Foto das Apenrader Krankenhaus, tragen wegen ihrer energieeffizienten Bauweise zur Senkung des Energieverbrauchs bei. Foto: Sygehus Sønderjylland

In der ersten Jahreshälfte 2020 wurden 3,4 Prozent weniger Energie verbraucht. Der Wasserverbrauch ging in den ersten sechs Monaten des Jahres wegen Absage vieler Operationen zurück.

Schon vor längerer Zeit hat der Regionsrat Süddänemark eine Strategie verabschiedet, die auf eine Senkung des Energieverbrauchs bis 2022 um fünf Prozent gegenüber 2018 abzielt. Nun hat die Region mit Sitz in Vejle, zu deren Hauptaufgabe der Betrieb der Krankenhäuser zählt, erstmals eine Umweltbilanz für einen Halbjahreszeitraum vorgelegt. Mit erfreulichen Zahlen, wie die Vorsitzende des Regionsrates, Stephanie Lose (Venstre), betont. Seit Jahresbeginn 2020 bis Ende Juni lag der Energieverbrauch insgesamt um 3,4 Prozent unter dem Niveau im Vergleichszeitraum 2019.

Neue Bausubstanz günstig

In den von der Region betriebenen Sozialeinrichtungen wurde der Energieverbrauch sogar um sechs Prozent verringert. „Die guten Zahlen bei den sozialen Einrichtungen erklären sich unter anderem mit der vorangegangenen Renovierung alter Gebäude oder Inbetriebnahme neuer, energieeffizienter Häuser. Unsere Institutionen achten darauf, dass veraltete Heizungen durch moderne Wärmequellen mit Wärmepumpen ersetzt werden. Es ist schön zu sehen, dass die lokalen Projekte gute Ergebnisse zeigen“, so Stephanie Lose. Es sehe gut aus, die Einsparziele bis 2022 zu erreichen.

Weniger Treibhausgase

In der Halbjahresbilanz ist nachzulesen, dass es noch größere Erfolge gegeben hat, den Kohlendioxidausstoß zu senken. Er verringerte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres um 14,7 Prozent. Das Minus bei diesen Treibhausgasen gehe aber vor allem darauf zurück, dass gezielt Strom eingekauft worden ist, dessen Erzeugung verstärkt über erneuerbare Energiequellen wie Windräder lief statt über Kraftwerke mit Kohle als Brennstoff. Und auf diesem Gebiet wird es weitere Erfolge geben, denn im September hat die Region Süddänemark auf ihrem Neubau des Universitätshospitals Odense eine 25.000 Quadratmeter groß Fotovoltaik-Anlage in Betrieb genommen, die Strom an die Region liefert.

Strom aus eigenen Solaranlagen

Bis Jahresende verfügt die Region über 62.000 Quadratmeter Solaranlagen, die jährlich 9.800 Megawattstunden Strom liefern, was den Jahresverbrauch von 2.800 Einfamilienhäusern deckt. In der Energiebilanz taucht auch der Wasserverbrauch der Region auf. Dieser hat sich in der ersten Jahreshälfte um elf Prozent verringert. Dabei war allerdings nicht Spareifer ausschlaggebend, sondern die Absage von vielen Operationen in den Krankenhäusern und eine Senkung des Aktivitätsniveaus in den Einrichtungen seit dem Beginn der Coronakrise in Dänemark.

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