Gefahrenabwehr

Regierung will Gebrauch von Pfefferspray in den eigenen vier Wänden erlauben

Regierung will Gebrauch von Pfefferspray in den eigenen vier Wänden erlauben

Regierung will Gebrauch von Pfefferspray in den eigenen vier Wänden erlauben

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Foto: dpa

Ein Gesetzesvorschlag zur Änderung der Vorschriften ist bereits ausgearbeitet. Für bestimmte Personen soll das Tragen von Pfefferspray auch in der Öffentlichkeit erlaubt werden. Der Polizeiverband und der Rat für Kriminalitätsprävention warnen vor dem Vorhaben.

Geht es nach der dänischen Regierung, ist es künftig allen Personen über 18 Jahren erlaubt, zu Hause Pfefferspray zu haben, ohne vorher eine Genehmigung dafür einholen zu müssen.

Wie der Nachrichtensender TV2 berichtet, arbeitet die Regierung bereits an einem entsprechenden Gesetzesvorschlag, um die Vorschriften zu ändern. Läuft alles nach Plan, soll er im Herbst umgesetzt werden.

„Ich freue mich, dass sich die Dänische Volkspartei daran beteiligt hat, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. So bekommen die Bürger die Möglichkeit, sich auf den Straßen und zu Hause sicherer zu fühlen“, schreibt Justizminister Søren Pape Poulsen (Konservativen) in einer Pressemitteilung.

Für manche auch in der Öffentlichkeit erlaubt

Wird der Gesetzesvorschlag angenommen, sollen Personen mit „besonderem Bedarf“ auch die Erlaubnis haben, Pfefferspray in der Öffentlichkeit bei sich zu haben. Dieser besondere Bedarf ist dann gegeben, wenn eine Person bereits in der Vergangenheit überfallen oder verfolgt wurde.

Britt Bager, Mitglied des Rechtsausschusses für die Partei Venstre, sagt, dass die Erfahrungen mit einer Legalisierung von Pfefferspray im Ausland gut seien. „Wir müssen natürlich vorsichtig sein, dass nicht unnötig viel Pfefferspray in der Öffentlichkeit umhergetragen wird“, so Bager.

Polizeiverband und Präventionsrat warnen

Eine ausdrückliche Warnung für das Vorhaben kommt hingegen vom Polizeiverband. Der Vorsitzende Claus Oxfeldt sagt, dass normale Bürger nicht im Gebrauch von Pfefferspray ausgebildet seien und gefährliche Situationen entstehen können, wenn einige Personen die Erlaubnis haben, Pfefferspray an öffentlichen Orten bei sich zu haben.

Auch der Vorsitzende des Rates für Kriminalitätsprävention (Kriminalpræventive Råd), Henrik Dam, meint, dass es keine gute Idee sei, dass die Bürger Pfefferspray zu Hause haben dürfen. „Wenn du Pfefferspray hast, kann es hilfreich sein, um einen Angreifer abzuwehren, doch du kannst auch leicht in die Situation kommen, dass der Angreifer das Spray gegen dich einsetzt“, so Dam zur Nachrichtenagentur Ritzau.

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