Studienwahl

Politiker wollten weniger Studiengänge - jetzt sind es mehr geworden

jt/ritzau
Kopenhagen
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Foto: Uwe Anspach/dpa

Trotz Empfehlungen, die Studiengänge zu reduzieren, steigt die Anzahl weiterhin. Kostenlose Universitätsausbildungen sind eine der Ursachen, meint ein Experte.

Trotz Empfehlungen, die Studiengänge zu reduzieren, steigt die Anzahl weiterhin. Kostenlose Universitätsausbildungen sind eine der Ursachen, meint ein Experte.

In der Nacht zu Freitag werden die 91.539 Studienbewerber eine Antwort bekommen, ob sie aufgenommen worden sind oder nicht. Insgesamt konnten sie sich zwischen 880 verschiedenen Studiengänge entscheiden, berichtet die Tageszeitung Politiken. Das sind 23 Studiengänge mehr als 2013.

2015 hatte ein von den Politikern im Folketing ins Leben gerufener Qualitätsausschuss die Gefahren bei einer zu großen Wahlmöglichkeit der Studien vorgelegt. Er empfahl, diese einzudämmen – doch die Tendenz geht in die entgegengesetzte Richtung. „Die Struktur ist für das Sicherstellen eines optimalen und hohen fachlichen Niveaus nicht geeignet”, so die Formulierung aus dem damaligen Abschlussberichtes des Ausschusses.

„Studiengänge sind wie Geschäfte. So lange Kunden die Waren kaufen, bleiben diese auch im Geschäft“, sagt Jakob Rathlev, Leiter der Abteilung für Universitätsausbildungen am dänischen Institut für Evaluierungen, EVA. Er meint auch, dass die kostenlosen Universitätsausbildungen in Dänemark eine große Rolle spielen. „Im Ausland, wo solche Ausbildungen viel Geld kosten, bewerben sich auch weniger Studenten für die exotischeren Studien“, so Rathlev zu Politiken.

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