Rentenansprüche

Politiker wollen eigene Renten-Vorteile abschaffen

Politiker wollen eigene Renten-Vorteile abschaffen

Politiker wollen eigene Renten-Vorteile abschaffen

jt
Kopenhagen
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Foto: Christoffer Regild/Folketinget

Mehrere Parteien im dänischen Parlament sprechen sich für eine Überarbeitung der Rentenansprüche für Politiker aus. Venstre und die Sozialdemokraten sind jedoch dagegen.

Warum sollen Politiker des Folketings ein Recht auf die höchste Rente doppelt so schnell verdienen wie normale Bürger? Diese Frage stellen sich laut Tageszeitung „Politiken“ viele Politiker und fordern nun dazu auf, die Renten-Regeln für Politiker zu ändern und diese den Regeln, die für den Rest der Bevölkerung gelten, anzupassen.

Derzeit bekommt ein Politiker nach 20 Jahren im Parlament sein Recht auf die höchste Rente. Ein normaler Bürger müsste 37 Jahre arbeiten, um dies zu erreichen, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Volkssozialisten, Jacob Mark. „Das ist nicht fair“, so Mark zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Ihm zufolge fragen Bürger oft, warum das so ist, ­ und er könne keine gute Erklärung geben. „Ich glaube, es schädigt das Vertrauen der Bürger in die Politiker, wenn die Rahmenbedingungen auf Christiansborg von denen der Bürger abweichen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende.

Die Einheitsliste und die Alternative aus dem roten Block sowie die Dänische Volkspartei aus dem blauen Block sehen das ähnlich und befürworten eine Debatte bezüglich der Politikerrente. Venstre und die Sozialdemokraten weigern sich jedoch, an den Rentenansprüchen zu rütteln. „Als Parlamentspolitiker ist man kein gewöhnlicher Lohnempfänger. Wir werden sozusagen von einem Tag auf den anderen entlassen. Es ist nicht so einfach, uns mit einem Arbeitnehmer zu vergleichen“, so die Fraktionsvorsitzende der Regierungspartei Venstre, Karen Ellemann.

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