Haftstrafen im Heimatland

Pape: Überstellung von Kriminellen nach Rumänien in Sicht

ritzau/hee
Kopenhagen
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Justizminister Søren Pape Poulsen (Konservative). Foto: Scanpix

Bald könnten laut Justizminister Søren Pape Poulsen rumänische Straftäter in ihr Heimatland überführt werden.

Nach einem Treffen mit seinem rumänischen Amtskollegen Tudoral Toader äußert sich der dänische Justizminister Søren Pape Poulsen (Konservative) optimistisch, dass bald in Dänemark verurteilte Straftäter zur Verbüßung von Haftstrafen in ihr Heimatland überstellt werden können. Im Mai hatte das dänische Höchstgericht entschieden, dass Rumänen nicht zur Strafverbüßung nach Rumänien geschickt werden können, weil die dortigen Haftbedingungen nicht akzeptabel seien.

Auch eine Auslieferung von Personen an die rumänische Justiz wurde untersagt. „Sobald wir eine Garantie bekommen, dass den Gefangenen in Rumänien mindestens drei Quadratmeter Platz in ihren Zellen zur Verfügung gestellt wird, können wir rumänische Gefangene in deren Heimatland überführen“, so Pape Poulsen.

Pape Poulsen hatte sich empört dazu geäußert, dass es nicht möglich sein soll, Gefangene von einem EU-Land in ein anderes zur Strafverbüßung zu schicken.
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