Erforschung von Energietechnologien

Minister beklagt: „Kann nur das Geld ausgeben, das ich habe.“

Minister beklagt: „Kann nur das Geld ausgeben, das ich habe.“

Minister beklagt: „Kann nur das Geld ausgeben, das ich habe.“

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Lars Christian Lilleholt (Venstre), Energie- und Klimaminister bekommt Besuch aus China. Foto: Scanpix

Der Branchenverband Dansk Industri und die Energiekommission wünschen sich mehr Geld für die Forschung und Entwicklung von Energietechnologien. Der Minister teilt den Wunsch, weiß aber nicht, wo er das Geld dafür hernehmen soll.

Der Branchenverband Dansk Industri und die Energiekommission wünschen sich mehr Geld für die Forschung und Entwicklung von Energietechnologien. Der Minister teilt den Wunsch, weiß aber nicht, wo er das Geld dafür hernehmen soll.

Energie und Klimaminister Lars Christian Lilleholt von der Partei Venstre ist sich mit der Energiebranche einig darin, dass mehr öffentliche Gelder in die Forschung und Entwicklung von grünen Energietechnologien fließen müssen. „Es gibt keinen Zweifel darüber, dass einer der Bereiche, von denen Dänemark in Zukunft leben wird, der Export von Energietechnologie sein wird. Daher ist es auch vernünftig, das Geld für Energieforschung zu erhöhen. Allerdings muss erste einmal Geld da sein, bevor ich es ausgeben kann“, so der Minister zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Unternehmen des Branchenverbandes Dansk Industri Energi sind sehr enttäuscht darüber, dass die staatliche Förderung von Energietechnologien zuletzt so herabgesetzt wurde. Dies werde unsere zukünftige Exportbilanz verschlechtern, meint Branchendirektor Troels Ranis.

Der Export von dänischer Energietechnologie lag im vergangenen Jahr bei einem Gesamtwert von über 70 Milliarden Kronen – derzeit fällt er leicht. Dies werde auch so weitergehen, wenn sowohl der Staat als auch die Unternehmen im Bereich von Forschung und Innovationen nicht wieder zulegen, warnt DI.

Energiekommission fordert eine Milliarde mehr

Damit stimmt auch der Minister überein – genau wie die Energiekommission. Diese hatte Anfang der Woche die Empfehlung ausgesprochen, dass Dänemark künftig eine Milliarde Kronen mehr für Forschung und Entwicklung ausgeben solle.

„Als Minister kämpfe ich natürlich dafür, dass mehr Geld in den Energiebereich fließt, aber ich bin auch nur ein Teil von einer gesamten Regierung, dessen Finanzen zusammenhängen“, sagt Lars Christian Lilleholt.

Von 2010 bis 2012 wurden jährlich noch eine Milliarde Kronen für die Energieforschung bereitgestellt. 2015 fielen die Ausgaben auf 800 Millionen Kronen. Unter der Venstre-Regierung wurden diese schließlich nochmals fast halbiert. Für 2020 sehen die bisherigen Planungen jährliche Fördergelder von 580 Millionen Kronen für den Energiesektor vor.

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