Politik

Mette Bock will ins Europaparlament

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Will nach Brüssel: Kulturministerin Mette Bock. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Dänemarks Kulturministerin wird bei der kommenden Europawahl als Spitzenkandidatin der Liberalen Allianz antreten.

Der Hauptvorstand der Liberalen Allianz hat am Mittwoch beschlossen, Kulturministerin Mette Bock als Spitzenkandidatin für die Wahl zum Europaparlament zu nominieren.

„Die EU steht an einem Scheideweg mit dem Brexit, den USA, die Europa den Rücken zukehren, osteuropäischen Mitgliedsstaaten, die fundamentale Freiheitsrechte verletzen und einem Südeuropa in ökonomischem Chaos“, so Bock in einer Pressemitteilung ihrer Partei.

„Wir sollten die brennende Plattform für ein neues Kapitel nutzen, in dem die EU schmaler aber stärker ist“, schreibt sie weiter.

Am 22. September trifft sich die Liberale Allianz auf Fünen, um einen offiziellen Spitzenkandidaten zu ernennen. Sollte es Bock werden, will sie nicht bei der kommenden Folketingswahl antreten.

Die Europawahl 2019 soll vom 23. bis zum 26. Mai abgehalten werden. Die kommende Folketingswahl muss bis spätestens dem 17. Juni 2019 abgehalten werden.

Die 61-jährige Mette Bock ist seit 2011 Folketingsabgeordnete der Liberalen Allianz und seit 2016 Kultur- und Kirchenministerin. Früher war sie unter anderem Programmchefin bei Danmarks Radio.

Bisher ist die Liberale Allianz im Europaparlament nicht vertreten. Durch den Brexit bekommt Dänemark jedoch nach der kommenden Wahl ein zusätzliches Mandat zu den 13 bestehenden – was die Chancen der Partei erhöht, nach Brüssel und Straßburg zu kommen.

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