Beschäftigung

Lund Poulsen: Engpässe auf dem Arbeitsmarkt verhindern

Lund Poulsen: Engpässe auf dem Arbeitsmarkt verhindern

Lund Poulsen: Engpässe auf dem Arbeitsmarkt verhindern

Kopenhagen
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Foto: dpa

Der Beschäftigungsminister kündigt nach leichtem Rückgang der Arbeitslosenzahl Initiativen für Ungelernte an. 400 Millionen Kronen stehen bereit.

In Dänemark ist die Zahl der Arbeitslosen im September um 1.600 gegenüber dem Vormonat gesunken. Offiziell sind noch 117.800 Personen landesweit als arbeitslos registriert. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent.

Beschäftigungsminister Troels Lund Poulsen (Venstre) sprach von einer positiven Entwicklung und wies darauf hin, dass seit Sommer 2015 nicht weniger als 102.000 neue Jobs in der Privatwirtschaft geschaffen worden seien.

„Die guten Zeiten bedeuten aber auch, dass wir eine steigende Nachfrage nach Arbeitskraft haben, beispielsweise in der Bauwirtschaft und der Reinigungsbranche. „Das hat die Regierung im Auge und bereitet Initiativen vor, die Engpässen vorbeugen sollen“, erklärte der Beschäftigungsminister. Lund Poulsen erinnerte an die Dreierabsprachen zwischen Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgebern, die auf eine Stärkung der Qualifikationen der Arbeitskräfte abzielen.

„Die Absprachen enthalten eine lange Reihe von Initiativen, die die Möglichkeiten der dänischen Bürger stärken sollen, sich auf Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt einstellen zu können. Er nannte den mit 400 Millionen Kronen ausgestatteten Umstellungsfonds, der ungelernten, aber auch ausgebildeten Kräften die Möglichkeit gibt, in eigener Initiative Fortbildungen und Umschulungen durchzuführen.

„Darüber hinaus haben 600.000 erwachsene Dänen das grundlegende Problem, dass ihnen das Lesen und Schreiben schwerfällt. Auch dort soll das Abkommen wirksam werden“, so Troels Lund Poulsen.

Der Minister wies ebenso wie Danmarks Statistik darauf hin, dass die neuen Zahlen mit Unsicherheiten behaftet sind, weil im Juli die Erfassung der Brutto-Arbeitslosigkeit der Arbeitslosen-Tagegeldempfänger geändert worden ist. Regional weist Kopenhagen die höchste Arbeitslosenquote mit einem Wert von 4,9 Prozent auf. Westjütland liegt mit 3,3 Prozent am besten.

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