Gesundheitsreform

Løkke garantiert: Kein Krankenhaus wird geschlossen

Ritzau/dodo
Kopenhagen
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Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau-Scanpix

Der Regierungschef hat in einem Interview versichert, dass durch eine neue Gesundheitsreform keine Krankenhäuser geschlossen werden. Ein neu aufgestellter Rat soll zudem künftig über neue Behandlungsmethoden entscheiden.

Eine neue Reform des Gesundheitssystems wird nicht dazu führen, dass lokale Krankenhäuser geschlossen werden. Diese Garantie gab Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre) in einem Interview mit dem Medium „Mandag Morgen“.

„Wenn ich im Land herumkomme, erlebe ich, dass die Bürger Angst davor haben, dass ihr lokales Krankenhaus geschlossen wird. Es wird keines der 21 Akutkrankenhäuser geschlossen. Das garantiere ich“, sagte der Staatsminister im Interview.

Aus Sicht der Regierung, solle Dänemark mit der neuen Gesundheitsreform 21 Gesundheitsbereiche haben, die jeweils auf einem der 21 Krankenhäuser aufbauen, so Løkke.

Neuer Behandlungsrat

Außerdem plant der Regierungschef einen neuen „Behandlungsrat“ einzuführen, der entscheiden soll, ob und welche neuen und teuren Behandlungsmethoden eingeführt werden. Derzeit gibt es bereits einen sogenannten Medikamentenrat, der darüber entscheidet, welche neuen Arzneimittel in Krankenhäusern eingesetzt werden. Løkke sagt, er wolle nun noch einen Schritt weiter gehen, weil Behandlungsmethoden ebenso wichtig seien wie Medikamente.

Es wird erwartet, dass die Regierung sich in den kommenden zwei Wochen mit der Dänischen Volkspartei (DF) auf eine neue Gesundheitsreform einigt, die laut Løkke das dänische Gesundheitswesen auf Jahre hinaus zukunftssicher machen soll.

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