Private Feier

Kopenhagener Politikerin zahlt nachträglich für Miete der Rathaushalle

Kopenhagener Politikerin zahlt nachträglich für Miete der Rathaushalle

Kopenhagener Politikerin zahlt nachträglich für Miete der Rathaushalle

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Anna Mee Allerslev
Anna Mee Allerslev (Radikale Venstre). Foto: Scanpix

Die Radikale Anna Mee Allerslev greift jetzt tief in die eigene Tasche: Sie überweist 65.000 Kronen an die Kommune Kopenhagen, weil sie im August im Rathaus einen privaten Hochzeitsempfang abhielt.

Kopenhagens Bürgermeisterin für Beschäftigung und Integration, Anna Mee Allerslev (Radikale Venstre) zahlt 65.000 Kronen für die Miete eines Rathaussaales zurück. Die Politikerin hatte die Halle des Kopenhagener Rathauses im August gemietet, um dort einen privaten Hochzeitsempfang abzuhalten. Sie bekam den Saal kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Ich bezahle die Miete, die Externe bezahlen müssten, wenn sie einen Saal im Rathaus mieten würden. Ich habe denen zugehört, die es kritisiert haben, dass ich den Raum im Rathaus gemietet habe“, sagt sie. „Ich stimme der Kritik zu. Ich denke auch nicht, dass es gerechtfertigt ist, dass Politiker Möglichkeiten haben, die andere Menschen nicht haben“, sagt der Bürgermeister.

Er will sich nicht darin einmischen, ob andere Politiker, die von der Gratis-Regelung Gebrauch gemacht haben, zurückzahlen sollten. „Hier geht es darum, was für ein Politiker und was für eine Person ich sein will und wie ich meinen Fall betrachte“, sagt sie.

Das Timing habe nichts mit der anstehenden Kommunalwahl zu tun, sagt sie: „Nein, denn es geht darum, was ich selbst für richtig halte“.

Bereits im September hatte es Kritik daran gegeben, dass die Politikerin den Raum gratis gemietet hatte. Dies ist dadurch möglich, dass die Fraktionsvorsitzenden in der Kopenhagener Bürgerschaft sich darauf geeinigt haben, dass Volksvertreter die Rathaushalle für Hochzeiten nutzen dürfen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„A- und B-Kinder“