Gleichstellung

Kinderangelegenheiten: Beide Eltern sollen künftig digitale Post erhalten

Kinderangelegenheiten: Beide Eltern sollen künftig digitale Post erhalten

Kinderangelegenheiten: Beide Eltern sollen künftig digitale Post erhalten

dodo
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau-Scanpix

Derzeit erhält in den meisten Fällen nur die Mutter eine E-Mail von den öffentlichen Stellen, wenn es um Angelegenheiten der Kinder geht. Die Gleichstellungsministerin will dies nun ändern.

Die dänische Regierung will die digitale Post, bei der es um die Kinder geht, künftig an beide Elternteile senden lassen. Derzeit bekommt meist nur die Mutter des Kindes die Mitteilungen zugesandt. Doch dies sei nicht ausreichend, meint Gleichstellungsministerin Eva Kjer Hansen (Venstre).

„Es ist doch seltsam, dass wir in allen anderen Bereichen verlangen, dass die Eltern gleichgestellt sind und die Verantwortung für die gemeinsamen Kinder übernehmen, aber wenn es um Mitteilungen von öffentlichen Stellen geht, sind wir nicht in der Lage sind sowohl die Mutter als auch den Vater zu informieren“, so die Ministerin zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Keine Pflicht

Im derzeitigen Gleichstellungsgesetz steht, dass Behörden und öffentliche Stellen die Post an beide Elternteile schicken „sollten“ – eine Verpflichtung dazu gibt es allerdings nicht.

Benachrichtigungen von Schulen, Kindergärten und anderen Tageseinrichtungen an die Mutter und den Vater würden beiden Elternteilen eine bessere Möglichkeit geben, am Alltag des Kindes teilzuhaben. Dies wolle man unterstützen, sagt die Ministerin.

Unterstützung der anderen Parteien

Sowohl die Dänische Volkspartei (DF) als auch die Sozialdemokraten haben bereits signalisiert, dem Vorschlag zustimmen zu wollen.

„Es besteht die Tendenz, dass Väter aufs Nebengleis gedrängt werden, wenn es um die Kommunikationen mit öffentlichen Stellen geht. Das muss natürlich korrigiert werden“, sagt der Sprecher für Gleichstellungspolitik der Sozialdemokraten, Rasmus Horn.

Das Gesetz soll laut Ministerin unabhängig davon gelten, ob die Elternteile zusammen wohnen oder welche Geschlechter sie haben.

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