Umwelt & Natur

Haarwäsche ohne Plastikteilchen

jt
Kopenhagen
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Mikroplastik in Kosmetikprodukten können negative Folgen für unsere Umwelt haben. Der Ansicht ist der dänische Umweltminister, der nun zur Tat schreitet.

„Der Gebrauch von Mikroplastik in Kosmetikprodukten ist völlig sinnlos“, erklärt der dänische Umweltminister Jakob Ellemann-Jensen (Venstre). Er will daher ein Verbot gegen Produkte einführen, die Mikroplastikteile beinhalten. Das berichtet das Umwelt- und Nahrungsmittelministerium in einer Pressemitteilung.

„Kosmetik, die dazu beiträgt, dass kleinste Plastikteilchen in unsere Natur gelangen, soll von den Verkaufsregalen verbannt werden. Im schlimmsten Fall enden diese Teile in den Mägen der wilden Tiere“, so Ellemann-Jensen.

Christina Busk, umweltpolitische Chefin der Branchenorganisation Plastindustrien, sieht das ähnlich. „Es ist sinnvoll diese Produkte zu verbannen. Heute haben wir gute Alternativen. Weshalb wir schon im vergangenen Jahr den damaligen Minister (Esben Lunde Larsen, Red.) dazu aufgefordert haben ein generelles Verbot einzuführen“, so Busk.

Mikroplastik sind kleinste Plastikteile mit einem Umfang von unter einen halben Zentimeter. Laut Nachrichtenagentur Ritzau werden diese in der Kosmetik unter anderem als Schleifmittel verwendet. Das Ministerium erklärt, dass spätestens ab 1. Januar 2020 ein vorübergehendes Verbot gegen Kosmetik mit Mikroplastik eingeführt wird.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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