Wirtschafts- und Innenministerium

Großteil der ärmsten Kommunen Dänemarks liegt auf Seeland

dodo
Kopenhagen
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Foto: Ritzau-Scanpix

12 der 20 ärmsten Kommunen in Dänemark liegen mittlerweile in der Region Seeland. Ein Experte sieht dafür zwei Hauptgründe.

Die Kommunen auf Seeland haben in den vergangenen Jahren zunehmend mit leeren Kassen zu kämpfen. Derzeit liegen 12 der 20 ärmsten dänischen Kommunen auf Seeland. Das zeigen neue Zahlen des Wirtschafts- und Innenministeriums.

Früher waren es vor allem die Kommunen in der Peripherie in Nord- und Westjütland, bei denen die wirtschaftliche Lage schlecht aussah. Doch während diese Kommunen in den meisten Fällen in den vergangenen Jahren die Kurve bekommen haben, sind es seit 2012 vermehrt die Kommunen in der Region Seeland, die in Nöten sind.

„Guldborgsund und Lolland haben über viele Jahre niedrige Steuereinnahmen und hohe soziale Ausgaben gehabt. Sie gehörten bereits vor 10 bis 20 Jahren zu denen, die wir als faule Bananen bezeichnet haben. Neu ist jetzt, dass 'udkantsdanmark' heute in einem Kranz um die Hauptstadtregion liegt“, so Per Nikolaj Bukh, Professor für Finanzverwaltung von der Universität Aalborg, zur Zeitung „Magisterbladet“.

Der Grund dafür seien zum einen schlechte wirtschaftliche Entwicklungen und zum anderen die zunehmende Urbanisierung von jungen Menschen, die in die Großstädte abwandern. Dies führe zu einer veränderten Zusammensetzung der Bürger und dazu, dass höhere Ausgaben für unter anderem die Altenpflege entstehen, während weniger Steuern eingenommen werden, so der Experte.

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