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Ferienhaustourismus hat im Sommer aufgeholt

Ferienhaustourismus hat im Sommer aufgeholt

Ferienhaustourismus hat im Sommer aufgeholt

Kopenhagen
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Die Dänen sind im Sommer in die Sommerhäuser geströmt. Foto: John Randeris/Ritzau Scanpix

Nach den großen Einbrüchen im Frühling haben die Vermieter in den Sommermonaten deutliche Zuwächse erlebt.

Ein großer Teil der dänischen Bevölkerung hat mehr oder weniger notgedrungen diesen Sommer den Urlaub im eigenen Land verbracht.

Dies hat sich positiv in der Bilanz der Ferienhausvermieter niedergeschlagen. Vom Juli bis zum September hatten im Vergleich zum Vorjahr doppelt so viele Dänen ein Sommerhaus gebucht. Das berichtete Erwerbsminister Simon Kollerup bei einer Anhörung im Folketing am Donnerstag.

Selbst bei Gästen aus dem Ausland gab es einen leichten Zuwachs von 4 Prozent. Hier waren es vor allem Touristen aus Deutschland, die den Aufenthalt in einem Ferienhaus als sichere Alternative empfanden.

„Die Zuwächse des Sommers haben die Verluste des Frühlings nicht vollständig ausgeglichen. Aber die Entwicklung bei den Ferienhäusern ist ein Lichtblick in einem schwierigen Jahr“, meinte Kollerup.

Inspiration aus Aarø

Die Regierung und die Parteien haben mit verschiedenen Initiativen versucht, den Randbezirken während der Urlaubssaison unter die Arme zu greifen. So wurde die Kappungsgrenze für den steuerfreien Betrag bei Einkünften aus der Vermietung von Ferienhäusern angehoben. Fährüberfahrten zu Inseln wurden für Fußgänger und Radfahrer kostenlos.

„Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass die Initiativen gut angenommen wurden. Wir müssen das jedoch noch endgültig auswerten“, so Kollerup.

Die Idee zu den kostenlosen Fährtickets stamme im Übrigen von der Insel Aarø bei Hadersleben. Hier seien die Überfahrten zum jährlichen Weihnachtsmarkt schon seit geraumer Zeit gratis.

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