Integrationsbehörde

Fehler bei Einbürgerungstest ohne Folgen für Teilnehmer

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Foto: Ben Mullins/Unsplash

Beim Einbürgerungstest soll ein umfangreiches Wissen über dänische Gegenwart und Geschichte nachgewiesen werden. Doch bei zwei Fragen machte die zuständige Behörde selbst Fehler.

Zahlreiche Teilnehmer des dänischen Einbürgerungstests, der am 28. November abgehalten wurde, hatten sich gewundert: Zwei Fragen waren so gestellt, dass sie nicht vollständig richtig beantwortet werden konnten.

Wie das Ausländer- und Integrationsministerium jetzt mitteilt, soll dies den Einbürgerungswilligen jedoch nicht zum Nachteil gereichen. „Es ist über die Maßen wichtig, dass Vertrauen in die Einbürgerungstests besteht. Wir bedauern sehr, dass es in der Prüfung Fehler gab“, so der Direktor der zuständigen Behörde für Internationale Rekrutierung und Integration, Kasper Højvang Kyed.

Die Pressemitteilung wurde am Freitagnachmittag verschickt, kurz, nachdem der Haushalt für 2019 verabschiedet wurde.

Nach dem Ende der Prüfungen werden die Fragen veröffentlicht und die beiden Fehler wurden somit für alle ersichtlich. Nicht hinnehmbar, nennt Kyed die Fehler: „Deshalb wird die Behörde den Verlauf analysieren, um die Qualitätssicherung zu verbessern, die stattfindet, wenn die Prüfung ausgearbeitet wird.“

Einmal gab es zwei richtige Antworten, einmal eine falsche Frage

Einer der Fehler war die Frage danach, von welcher Partei Uffe Elbæk Vorsitzender ist. Zur Antwort stand zwar seine Partei, die Alternative. Doch Elbæk ist nicht Vorsitzender, sondern „politischer Führer“, wie es bei der grünalternativen Partei heißt.

Der zweite Fehler war in der Frage danach, gegen welche Bank wegen Geldwäsche ermittelt wurde. Die richtige Antwort sollte hier Danske Bank sein – doch auch gegen die ebenfalls zur Auswahl stehende Saxo Bank wurde ermittelt. Deshalb wurde auch diese Antwort als korrekt gewertet.

4.537 Personen waren zur Prüfung angemeldet. In 53 Sprachzentren landesweit wurde geprüft. Noch ist nicht bekannt, wie viele bestanden haben, obgleich die Testteilnehmer ihr Ergebnis bereits am Folgetag erfahren haben. Jährlich gibt es zwei Tage, an denen geprüft wird.

Von 40 Fragen müssen 32 richtig beantwortet werden.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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