Bios-Fall

Falck muss 30 Millionen Kronen Bußgeld zahlen

Falck muss 30 Millionen Kronen Bußgeld zahlen

Falck muss 30 Millionen Kronen Bußgeld zahlen

dodo
Kopenhagen
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Falck muss weitere 30 Millionen Kronen aufbringen. Foto: Thomas Borberg/Politiken/Ritzau Scanpix

Das Kopenhagener Stadtgericht hat das Unternehmen aufgrund seiner Schmutzkampagne gegen den Konkurrenten Bios wegen Verletzung des Wettbewerbsgesetzes verurteilt.

Der Bios-Fall wird für Falck immer teurer: Nachdem das Unternehmen im Juni dazu verpflichtet wurde, 152,5 Millionen Kronen Entschädigung an den Rettungsdienst Bios zu zahlen, kommen nun nach einer Verurteilung des Kopenhagener Stadtgerichtes weitere 30 Millionen Kronen Bußgeld wegen Verletzung des Wettbewerbsgesetzes hinzu.

In einer Pressemitteilung schreibt der Staatsanwalt der Abteilung für besondere wirtschaftliche und internationale Kriminalität (Søik), Niels Dengsø Kjærsgaard: „Es ist äußerst schädlich, wenn ein Unternehmen seine dominierende Position auf dem Markt ausnutzt. Deshalb sind wir sehr zufrieden damit, dass der Fall gegen Falck mit einer Strafe von 30 Millionen Kronen abgeschlossen werden konnte.“

Damit ist es die höchste Strafe, die je bei einem Wettbewerbsfall in Dänemark ausgesprochen wurde. Durch neue, striktere Regeln im Wettbewerbsgesetz lag die Mindeststrafe bei 20 Millionen Kronen.

Falck-Direktor Jakob Riis spricht von teurem Lehrgeld, das sein Unternehmen zahlen muss. „Falck hat sich 2014 und 2015 inakzeptabel Verhalten. Das darf nie wieder vorkommen. Wir haben für die Verluste der anderen Parteien bezahlt. Durch die jüngste Strafe der Behörden, ist der Fall damit formell abgeschlossen. Für Falck wird er immer eine Erinnerung daran sein, wie wir uns nie wieder verhalten wollen“, so Riis in einer Mitteilung.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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