Integration

DF will Statistiken über Nachkommen von Einwanderern anfertigen lassen

DF will Statistiken über Nachkommen von Einwanderern anfertigen lassen

DF will Statistiken über Nachkommen von Einwanderern anfertigen lassen

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Inger Støjberg
Integrationsministerin Inge Støjberg (Venstre). Foto: Scanpix

Die Dänische Volkspartei will ausführliche Statistiken speziell über die Gruppe der Dänen anfertigen lassen, die in dritter Generation in Dänemark lebt. Das soll 600.000 Kronen kosten – und Integrationsministerin Støjberg hält das für „sinnvoll“.

Die Dänische Volkspartei (DF) verlangt, dass 600.000 Kronen freigegeben werden, um eine Fortschreibung der Zahl der Einwanderer, Kinder und Enkel von Einwanderern bis 2060 anzufertigen. Zuvor hatte Integrationsministerin Inger Støjberg (Venstre) in einer Antwort an den Integrationsausschuss des Folketings geschrieben, dass es eben diese Summe kosten würde, die Statistikbehörde Danmarks Statistik mit einer solchen Fortschreibung zu beauftragen.

Die Ministerin selbst bezeichnet eine solche Statistik als „sowohl fachlich relevant als auch sinnvoll“, berichtet Information. „Es wundert mich, dass Inger Støjberg schreibt, dass sie selbst für die Idee ist aber nichts dazu nennt, wie das Geld gefunden werden soll“, sagt der Vorsitzende des Ausschusses, Martin Henriksen (DF). „Doch wenn die Integrationsministerin nicht will, dann macht die Dänische Volkspartei das gerne“, sagt er zu Information. Seine Partei würde das Thema in den Verhandlungen zum Haushalt für das kommende Jahr aufnehmen.

Laut Støjberg seien bisher keine besonderen Statistiken über die Kinder von Nachkommen von Einwanderern angefertigt worden, weil diese Bevölkerungsgruppe von sehr begrenzter Größe war. Doch es sei inzwischen relevant, diese Gruppe in Analysen zu berücksichtigen. Sie wolle deshalb „systematischer“ an Analysen arbeiten, die auch diese Bevölkerungsgruppe umfassen. Zum Beispiel bei den Themen Kinderbetreuung und Grundschulen.

„Ich finde im Grunde, dass es sowohl fachlich relevant als auch sinnvoll wäre, eine solche Bevölkerungsfortschreibung zu machen, wenn die nötige Finanzierung angewiesen werden kann“, so Støjberg in ihrer Antwort an den Ausschuss.

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