Gesetzesvorschlag

Dansk Erhverv kritisiert „grenzenlose“ Befugnisse des Cyberzentrums

dodo
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Sebastian Gollnow/ Ritzau Scanpix

Die Regierung will dem Zentrum für Cybersicherheit die Erlaubnis geben, die Daten von Unternehmen leichter abzuschöpfen. Die dänische Handelskammer protestiert.

Ein Gesetzesvorschlag der Regierung, dem Zentrum für Cybersicherheit (CFCS) mehr Befugnisse zu geben, sorgt für große Kritik von der dänischen Handelskammer „Dansk Erhverv“.

Der Vorschlag gibt dem CFCS unnötigerweise fast grenzenlose Möglichkeiten, alle Informationen über Unternehmen abzuschöpfen, die mit dem Netzsicherheitsdienst der Einrichtung verbunden sind, sagt der Chef für IT und Digitalisierung von DE, Janus Sandsgaard, zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Derzeit ist es Unternehmen freiwillig überlassen, ob sie sich dem Dienst anschließen möchten. Laut Vorschlag der Regierung kann das CFCS Unternehmen nun künftig dazu zwingen.

„Dann müssen sie ihre Türen öffnen und das CFCS eine schwarze Box in ihrer Mitte installieren lassen, mit der alle Datenströme überwacht werden können. Das geht viel zu weit“, so Sandsgaard.

Keine Grenzen gesetzt

Er geht davon aus, dass zunächst Unternehmen mit „kritischer Infrastruktur“, wie Banken, Stromversorger und ähnliche Einrichtungen in das gemeinsame Alarmsystem gezwungen werden.

Der Vorschlag beinhaltet allerdings keinerlei Grenzen und Angaben darüber, was künftig möglich sein soll, kritisiert der Experte.

Als Alternative schlägt Janus Sandsgaard eine engere Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Behörden vor – oder zumindest einen „Zaunpfosten“ zur Begrenzung der Befugnisse des CFCS.

Mehr lesen