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Dänische Politik einigt sich auf mobile Zukunft des Landes

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Lars Christian Lilleholt
Energie-, Versorgungs- und Klimaminister Lars Christian Lilleholt (Venstre). Foto: Jonas Olufson/Ritzau Scanpix

Schnelles Mobil- und Breitbandnetz: Sämtliche Fraktionen im Folketing haben sich auf den Rahmenplan für die Telekommunikations-Infrastruktur geeinigt – fast 20 Jahre nach dem letzten Rahmenplan.

Gute Nachrichten für die dünnbesiedelten Gebiete in Dänemark: Sämtliche Fraktionen im Folketing haben sich auf einen Rahmenplan für die Zukunft der Telekommunikation in Dänemark geeinigt. Einer der Punkte: Der Breitband-Topf wird um 60 Millionen Kronen jährlich aufgestockt. Damit sind dieses Jahr rund 100 Millionen Kronen für bessere Internetverbindungen im Lande abgesetzt.

Jeder Haushalt soll in zwei Jahren Breitband haben

Aus dem Topf sollen künftig bevorzugt die ländlichen Räume bedient werden – weil die Versorgung in den profitablen größeren Städten vom Markt selbst sichergestellt wird. Ziel ist es, dass alle Haushalte und Unternehmen spätestens im Jahr 2020 Zugang zu einer Breitbandverbindung mit mindestens 100/30 Mbit/s haben sollen. 2017 lag die Quote bei 89 Prozent aller Haushalte.

Mobilfunknetz: 100-mal schneller

Die Politiker sind sich im ersten Rahmenplan zum Thema seit 1999 auch darüber einig geworden, einen nationalen Handlungsplan für die Verbreitung der 5G-Mobilfunktechnologie in Dänemark auszuarbeiten. Die Technologie soll in den kommenden drei bis fünf Jahren in Dänemark eingeführt werden. Die 5G-Technologie ist bis zu 100 mal schneller als die derzeitige 4G-Technologie.

Andere nordische Staaten sind bei dieser Entwicklung schon weiter vorangeschritten – das soll jetzt aufgeholt werden. Ein eigens einzurichtendes Forum soll den Fortlauf überwachen.

Parlamentarische Rahmenpläne, in Dänemark Vergleich (forlig) genannt, sind fraktionsübergreifende Absprachen der Folketingsmehrheit, die für die Partner für einen festgelegten Zeitraum bindend sind. Solche Absprachen können auch ohne Zustimmung der (Minderheits-) Regierung getroffen und umgesetzt werden.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Schöne Zahlen“