"Fremdriftsreform"

Dänemarks Studenten werden schneller fertig

jt/ritzau
Kopenhagen
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Den Universitäten des Landes ist es innerhalb weniger Jahre gelungen, die Studienzeit der Studenten deutlich zu kürzen. Bildungs- und Forschungsminister Søren Pind (Venstre) ist zufrieden – vom Studentenrat kommt Kritik.

Nachdem die dänische Regierung 2014 die „Fremdriftsreform“ (Reformpaket für Universitäten zur Verkürzung der Studienzeit der Studenten) eingeführt hatte, zeigt sich nun die Wirkung des von Studenten kritisierten Reformpakets. Neue Zahlen des Bildungs- und Forschungsministeriums zeigen, dass die durchschnittliche Überschreitung der Regelstudienzeit zum Masterabschluss im vergangenen Jahr bei 9,3 Monaten lag. Das vom Ministerium angestrebte Ziel für 2020 ist eine maximale durchschnittliche Überschreitung von 8,9 Monaten. Demnach sind die Universitäten drei Jahre nach Inkrafttreten der Reform lediglich 0,4 Monate vom Ziel entfernt.

„Wir sind zwar noch nicht am Ziel angelangt, aber die Studenten und die Universitäten haben hart für die niedrigeren Studienzeiten gearbeitet“, freut sich Bildungs- und Forschungsminister, Søren Pind, von der Partei Venstre.

Doch beim Gemeinschaftsrat der dänischen Studenten (Danske Studerendes Fællesråd) ist man nicht im gleichen Maße über die neuen Zahlen erfreut. „Die neuen Zahlen sind ein Ergebnis von eingeführten Zwangsmechanismen, wo den Studenten mit Ausschluss aus der Universität gedroht wird, sollten sie ihr Studium nicht innerhalb des vorgegebenen Zeitraums schaffen“, so die Vorsitzende des Studentenrates, Sana Mahin Doost.

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