Nach Putsch

Dänemark steht hinter Venezuelas selbst ernanntem Präsidenten

dodo
Kopenhagen
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Außenminister Anders Samuelsen (Liberale Allianz) Foto: Martin Sylvest/Ritzau Scanpix

Dänemark folgt damit den USA und einigen anderen Staaten, die Juan Guaidó als Präsidenten anerkennen und die Absetzung von Nicolás Maduro als rechtmäßig ansehen.

Der venezolanische Parlamentspräsident Juan Guaidó, der sich am Mittwoch selbst zum Staatschef ernannt hat, kann auf die volle Unterstützung Dänemarks zählen. Das gab Außenminister Anders Samuelsen (Liberale Allianz) bekannt.

„Von dänischer Seite her unterstützen wir legitim gewählte Organe – und das ist das venezolanische Parlament. Dieses war es, das ihren Vorsitzenden zum Übergangspräsidenten ernannt hat“, so Samuelsen zur Nachrichtenagentur Ritzau.

In den vergangenen Tagen kam es in Venezuelas Hauptstadt Caracas zu großen Demonstrationen – sowohl für als auch gegen Präsident Nicolás Maduro. Mindestens 14 Menschen kam bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften ums Leben.

„Mord, Folter, Einschränkung der Meinungsfreiheit und begrenzte demokratische Rechte herrschen in Venezuela. Das Land wurde ins wirtschaftliche Chaos geführt und steht am Rande des Bankrotts“, so der dänische Außenminister.

Maduro gewann die Präsidentschaftswahl im vergangenen Mai. Sowohl die USA als auch die EU warfen Maduro damals Manipulation vor, da bei der Durchführung der Wahl nicht einmal die niedrigsten internationalen Standards eingehalten wurden, wie sie sagten.

Auch wenn Juan Guaidó nicht als Präsident gewählt wurde, haben neben Dänemark auch die USA, Kanada, Brasilien, Chile, Peru und Argentinien ihn bereits als vorübergehendes Staatsoberhaupt anerkannt. Juan Guaidó sei der Vorsitzende des einzigen demokratisch gewählten Organs in Venezuela, so die Begründung Samuelsens.

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