Neue Bedrohungen

Cyber-Wehrpflichtige: Verteidigungsminister will eigene Experten ausbilden

Cyber-Wehrpflichtige: Verteidigungsminister will eigene Experten ausbilden

Cyber-Wehrpflichtige: Verteidigungsminister will eigene Experten ausbilden

Kopenhagen
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Foto: Cecilo Ricardo/Ritzau-Scanpix

Cyberangriffe sind eine immer größere Bedrohung. Um Gefahren besser abzuwehren, will der Verteidigungsminister im kommenden Jahr eine Versuchsphase starten.

Dänemark bekommt seine ersten Cyber-Wehrpflichtigen. Eine veränderte Kriegsführung und ein erhöhter Gebrauch an digitaler Kommunikationstechnik sind laut dänischem Verteidigungsministerium der Grund dafür, eine Versuchsphase zu starten.

Der Plan sieht vor, dass zunächst 30 Personen an dem Testlauf teilnehmen sollen. Verteidigungsminister Claus Hjort Frederiksen (Venstre) geht davon aus, dass dieser im kommenden Jahr beginnt.

„Wir haben erlebt, wie ganze Infrastrukturen lahmgelegt werden können, dass die Russen in der Lage sind, unsere Stromversorgung zu unterbrechen und das GPS-Systeme blockiert werden, sodass eine Navigation schwer wird. Angriffe passieren ständig und die Streitkräfte werden täglich von fremden Mächten angegriffen, die unsere Systeme ausspionieren wollen“, so der Minister zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Genau Details sind noch nicht bekannt, aber Hjort Frederiksen plant, dass die Ausbildung aus vier Monaten Grundausbildung beim Militär und anschließend acht Monaten Spezialtraining für Cyber- und IT-Sicherheit bestehen werde. Zudem sollen dafür nur Personen infrage kommen, die bereits Vorkenntnisse im IT-Bereich haben.

Sowohl die Dänische Volkspartei als auch die Sozialdemokraten haben bereits ihre Unterstützung für den Vorschlag angekündigt.

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