Flucht und Einwanderung

Carl Holst will Dänisch-Integrationskurse für Ausländer

Carl Holst will Dänisch-Integrationskurse für Ausländer

Carl Holst will Dänisch-Integrationskurse für Ausländer

Kopenhagen
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Carl Holst (m.) Foto: Scanpix

Carl Holst, sozialpolitischer Sprecher von Venstre, ist der Meinung, dass Ausländer bei ihrer Ankunft in dänische Gesellschaftswerte und auch in Grundzüge des Christentums unterrichtet werden sollten.

Flüchtlinge und Migranten müssten bei ihrer Ankunft erstmal die Schulbank drücken und dänische Werte und Christentum kennenlernen. Das meint Venstres sozialpolitischer Sprecher, Carl Holst. „Wir sollen den Neuangekommenen eine Anteilnahme an unserer Gesellschaft ermöglichen“, so Holst, der unterstreicht, dass das Ziel keine „Missionierung“ sei.

Viele kommen nach Dänemark ohne zu wissen, was wir hier für eine Kultur haben und wie wir leben, meint Holst. „Ich möchte jetzt nicht verallgemeinern, aber viele wissen nichts über Dänemark. Sie kommen hierher und wissen nicht, dass hier das dänische Grundgesetz gilt und die Frauen auch Rechte haben“, sagt Holst.

Gegenüber der Tageszeitung Berlingske erklärt er, dass die Kurse sich auf Werte wie Demokratie, Freiheit, Gleichstellung und die Teilnahme im Vereinsleben konzentrieren sollten. Sein Vorschlag beruht auf einer Idee, die er nach der TV2-Dokumentation „Moscheen hinter dem Schleier“ bekam.

„Wir haben ein Gesetz, das sagt, dass Imame über unsere Gesellschaftsformen unterrichtet werden sollen. Müsse dies dann nicht auch für einen 17-jährigen Afghanen gelten, der nach Dänemark kommt?“, fragt sich Holst.

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