Politik

Bramsen: Extremisten gehören nicht in den Militärdienst

Bramsen: Extremisten gehören nicht in den Militärdienst

Bramsen: Extremisten gehören nicht in den Militärdienst

Paul Sehstedt
Kopenhagen
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Verteidigungsministerin Trine Bramsen Foto: Jens Dresling/Ritzau Scanpix

Islamische Radikalisierung und Rechtsextremisten sind eine wachsende Gefahr für die dänischen Streitkräfte, sagt Verteidigungsministerin Trine Bramsen. Konkrete Fälle sind bisher aber nicht bekannt.

„Jeglicher Extremismus ist unvereinbar mit einer Anstellung in den dänischen Streitkräften“, sagt die dänische Verteidigungsministerin Trine Bramsen (Sozialdemokraten). Die Aussage der Ministerin kommt als Reaktion auf die Enthüllungen in der deutschen Bundeswehr, die Rechtsextremisten und Islamisten in den Reihen ihrer Soldaten aufgedeckt hat.

Der dänische militärische Nachrichtendienst Forsvarets Efterretningstjeneste (FE) ist sich der Gefahr auch innerhalb dänischer Einheiten bewusst und laut Verteidigungschef Bjørn Bisserup ist FE bereits seit 2017 auf die Thematik aufmerksam.

Bisserup hat in einer Stellungnahme, die die Ministerin an den Verteidigungsausschuss weitergeleitet hat, unterstrichen, dass Mitarbeiter, die mit einem extremistischen Umfeld sympathisieren, keine Möglichkeit erlangen dürfen, eine Bedrohung für die Sicherheit der Streitkräfte, ihren Ruf oder ihrer Grundwerte zu sein.

„Für uns ist das ein Fokusbereich, um Vorfälle wie in Deutschland vorbeugen zu können“, sagte Trine Bramsen dem Internetnachrichtenportal altinget.dk. Sie fügte hinzu, dass sie keine Kenntnis über Extremisten bei den dänischen Streitkräften habe und dass sie eine besondere Verpflichtung hat, der Problematik wachsam gegenüberzustehen.

Dänische Politiker waren auf einen Bericht des deutschen Bundesverteidigungsministeriums, der von der Entlassung von 49 Angestellten wegen extremistischen Sympathien informierte, aufmerksam geworden und hatten die dänische Verteidigungsministerin gefragt, wie sich Dänemark in ähnlicher Situation verhält.

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