Parteitag in Herning

Ausländerpolitik: Ellemann-Jensen widerspricht seiner Vize

Ausländerpolitik: Ellemann-Jensen widerspricht seiner Vize

Ausländerpolitik: Ellemann-Jensen widerspricht seiner Vize

dodo/Ritzau
Herning
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Jakob Ellemann-Jensen sprach sich für die Religionsfreiheit in Dänemark aus. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Auf dem Parteitreffen in Herning ist am Sonnabend in Sachen Ausländerpolitik eine Meinungskluft zwischen der Venstre-Führung deutlich geworden.

Venstre hat am Sonnabend sein Parteitreffen in Herning eröffnet. Hauptstreitpunkt innerhalb der Partei ist derzeit die Ausländerpolitik.

Während die neue Vize-Vorsitzende Inger Støjberg Verständnis dafür zeigt, dass einige Dänen in einer jüngsten Untersuchung antworteten, dass Muslime aus Dänemark ausgewiesen werden sollten, ist der Parteivorsitzende Jakob Ellemann-Jensen ganz anderer Meinung.

„Es ist sehr besorgniserregend, dass es Menschen in Dänemark gibt, die anscheinend der Meinung sind, dass man Menschen alleine aufgrund ihres Glaubens ausweisen sollte“, so Ellemann-Jensen vom Rednerpult.

In der Untersuchung, die vergangenen Monat von der Zeitschrift „Mandag Morgen“ durchgeführt wurde, sagten 28 Prozent der Befragten, dass sie damit einig oder teilweise einig seien, dass Muslime aus Dänemark ausgewiesen werden sollten.

„Wir haben Religionsfreiheit in Dänemark – und dazu stehen wir unerschütterlich. Gleichzeitig sehen wir so eine Untersuchung, die uns Grund zur Sorge gibt. Wir müssen die Frage stellen, warum es Menschen gibt, die so antworten. Ich glaube, dass es Menschen sind, die sich Sorgen über das Scheitern der Integration machen – und das müssen wir ernst nehmen“, so der Parteivorsitzende.

Nach seiner Rede versicherte er gegenüber der Presse. Das Venstre vollkommen auf einer Linie – und das dies die Linie sei, die er in seiner Rede vertreten habe.

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