Bildung

Ausbildung auf dem Land wird durch Sparzwang ausgehebelt

Ausbildung auf dem Land wird durch Sparzwang ausgehebelt

Ausbildung auf dem Land wird durch Sparzwang ausgehebelt

Kopenhagen
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Foto: dpa

Die 160 Millionen Kronen, die für die Provinzausbildungen bereit gestellt werden, reichen nicht aus, weil die Kommunen dem Zwei-Prozent-Sparzwang durch den sogenannten Umprioritierungsbeitrag unterliegen.

Von den Städten in die Provinz, um das Landleben zu unterstützen. So hieß es im Januar vom damaligen Ausbildungs- und Forschungsminister Søren Pind (Venstre) zu den sogenannten zehn Ausbildungsstationen, die im Land verteilt aufgebaut werden sollten. In den Ausbildungsstationen konnten Studenten Teile ihrer Ausbildung unter anderem zum Bautechniker oder Lehrer absolvieren. Nun stellte das gewerkschaftsnahe Forschungsunternehmen Arbejderbevægelses Erhversråd jedoch fest, dass die Rechnung nicht aufgeht. Denn die 160 Millionen Kronen, die für die Provinzausbildungen bereit gestellt werden, reichen nicht aus, weil die Kommunen dem Zwei-Prozent-Sparzwang durch den sogenannten Umprioritierungsbeitrag (omprioriteringsbidrag) unterliegen – und der beträgt alleine im Jahr 2021 711 Millionen Kronen für die kurzen und mittellangen weitergehenden Ausbildungen, berichtet avisen.dk. Besonders die Ausbildungsstätten außerhalb von Kopenhagen sind von den Maßnahmen betroffen.

„Es ist zwar richtig, dass durch die neuen Ausbildungsgänge an den zehn Standorten etwas passiert, doch im Vergleich zu den Einsparungen an den Schulen sind das nur Kleinigkeiten“, sagte Mie Dalskov Pihl, Chefanalytikerin beim Arbejderbevægelses Erhversråd. Und Mette Reissmann, sozialdemokratische Ausbildungs- und Forschungssprecherin wird noch konkreter und beschuldigt die Regierung der Augenwischerei.

„Es ist Betrug, was die Regierung macht. Im Schutz der Rechnungen für die Investitionen in die Ausbildungsstationen werden die Ausbildungen in der Provinz ausgehungert. Es wird versucht es so aussehen zu lassen, als ob dort investiert wird, doch das Gegenteil wird gemacht“, erklärte sie gegenüber avisen. dk. Vonseiten von Venstre wird jedoch an den Plänen festgehalten und die Vorteile der Ausbildungsstationen werden als beträchtlich angesehen, schreibt die Nachrichtenagentur Ritzau.

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