Kinder und Jugendliche

460 zusätzliche Erzieher für benachteiligte Kinder

jt
Kopenhagen
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Foto: dpa

Die dänische Regierung will eine zusätzliche Milliarde Kronen in Institutionen für sozial benachteiligte Kinder investieren. Die Gewerkschaft der Erzieher ist begeistert.

Kinder aus sozial belasteten Familien sollen einen besseren Start ins Leben bekommen. Das meint die dänische Regierung und will deshalb eine zusätzliche Milliarde Kronen für Institutionen freimachen, die Kinder aus solchen Familienverhältnissen betreuen. Dies berichtet die Tageszeitung Politiken.

Unter anderem sollen 760 Millionen Kronen in weitere Erzieher investiert werden. Das bedeutet: 450 Kindertagesstätten können ein bis zwei ausgebildete Erzieher zusätzlich einstellen.

„Wenn wir die Lebensbahn von sozial belasteten Kindern ändern wollen, dann müssen wir in den frühen Jahren anfangen“, erklärt die Kinder- und Sozialministerin Mai Mercado (Konservative). Das Vorhaben ist eine neue Initiative der Tagesstätten-Reform, die im vergangene Jahr verabschiedet wurde.

Die Vorsitzende der Gewerkschaft der Erzieher (Bupl), Elisa Bergmann, begrüßt den Vorschlag der Regierung, unterstreicht jedoch, dass in den vergangenen zehn Jahren im Bereich der Tagesstätten viel gekürzt wurde. „Man bräuchte zwei Milliarden Kronen, um den Kürzungen der vergangenen Zeit entgegenzuwirken. Doch ich weiß, das ist nur schwer realisierbar. Deshalb freue ich mich, dass man die finanziellen Mittel erstmal bei den Jüngsten und Bedürftigsten einsetzt“, so Bergmann.

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