Region Süddänemark

41 Botschafter der Bürger

41 Botschafter der Bürger

41 Botschafter der Bürger

Peter Lassen
Peter Lassen Hauptredaktion
Vejle
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41 Regionsratsmitglieder in Vejle suchen den Dialog mit dem Bürger. Foto: Region Syddanmark

Der Regionsrat Süddänemarks nimmt sich hinsichtlich der Bürgernähe selbst in die Pflicht. Die 41 Mitglieder im Rat sind sich einig, dass man für noch mehr Offenheit und Dialog sorgen will.

Obwohl der Rat der Region Süddänemark meint, dass er generell viel tut, um den engen Dialog mit Bürgern/Patienten zu pflegen, sind sich die 41 Mitglieder im Regionsparlament in Vejle einig, dass man für noch mehr Offenheit und Dialog sorgen will.

Da gibt es Vorschläge zu verfolgen wie Bürgerbegehren, Ideenbank, Vorsprechen von Delegationen oder Bürgern in den Ausschüssen und viel mehr, was untersucht und bearbeitet werden soll zwecks Umsetzung, um noch mehr Bürgernähe und -mitsprache zu bekommen bei und vor allem vor anfallenden Entscheidungen. Aber Venstres Fraktionschef Bo Libergren erinnerte während der Debatte im Regionsrat über dieses Thema daran, dass die fundamentale Einbeziehung der Bürger alle vier Jahre passiert, wenn gewählt wird.
„Wir haben im Regionsrat 41 Botschafter der Region, die dem Bürger Antworten beschaffen und Sachen annehmen können“, so Altmeister Libergren aus Odense, der meint, es sei wichtig, dass die Regionsratsmitglieder sich immer vor Augen halten, dass sie der wichtigste Kanal seien für eine Einflussnahme der Bürger. Im November hätten immerhin 72 Prozent der Wähler in Süddänemark von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht: „Wenn man nicht einen von uns dazu bringen kann, ein Anliegen vorzubringen, dann hat die Sache doch keine Chance im System.“

Versuch wagen

Trotzdem wollen Libergren und Genossen aber den Versuch wagen, es noch besser zu machen. Der Geschäftsausschuss hat vom Regionsrat aktuell den Auftrag erhalten, dies vorzubereiten und zu steuern. SF-Fraktionschef Villy Søvndal: „Verschlossenheit ist die Wurzel allen Übels. Wir sind das Sprachrohr der Bürger. SF schlägt zudem eine Ideenbank vor, wo man Themen von öffentlichem Interesse einbringen kann. Personensachen sollen da aber nicht diskutiert werden.“
Preben Jensen (Venstre): „Im Umweltausschuss gehen wir häufig vor Ort und beziehen dort die Beteiligten ein. Das ist besser als Treffen in Versammlungshäusern und sei anderen Ausschüssen zur Nachahmung empfohlen.“

Chefgenosse und Gesundheitsausschussvorsitzender Poul-Erik Svendsen: „Wir tun schon viel, aber ich bin bereit zu untersuchen, ob wir in den Ausschüssen mehr tun können, um die Bürger direkt einzubeziehen.“ Genossin Bente Gertz: „Man kann die Bürger gar nicht genug einbeziehen. Und wenn wir dies tun, müssen wir uns 100-prozentig in die Hand versprechen, dass wir das auch ernst verfolgen wollen.“

Regionsvorsitzende Stephanie Lose (Venstre): „Es ist aber auch wichtig, dass wir unserer Verantwortung gerecht werden, als Regionsratsmitglieder den direkten Dialog mit den Bürgern zu praktizieren. Nichts hindert uns daran, raus zu fahren, um Bürger zu besuchen und um beispielseweise eine Krankengeschichte zu hören. Es ist wichtig, dass nicht alles organisiert wird – dass auch wir eine persönliche Verantwortung übernehmen. Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert und können die vielen Werkzeuge nutzen unter anderem in den sozialen Medien.“Karsten Uno Petersen (Sozialdemokraten): Ja, es ist genug geredet. Nun sollten wir danach handeln.“

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