EU-Wahlberechtigte

200.000 EU-Bürger mit Stimmrecht

200.000 EU-Bürger mit Stimmrecht

200.000 EU-Bürger mit Stimmrecht

Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Landesweit sind fast 22.000 deutsche Staatsbürger zu Kommunal- und Regionsratswahlen aufgerufen.

Bei den Kommunal- und Regionsratswahlen 2017 haben fast 200.000 Staatsbürger aus EU-Staaten und den nordischen Staaten Stimmrecht. Die größte Gruppe unter den wahlberechtigten EU-Bürgern sind die Polen mit knapp 31.000. Auf Platz 2 liegen die deutschen Staatsbürger mit rund 22.000 Männern und Frauen, die sich an den Wahlen zu den Kommunalparlamenten und den Regionsräten beteiligen können.
Die Zahl der Rumänen mit Wahlrecht liegt fast gleichauf. Aus Großbritannien haben gut 15.000 Bürger Wahlrecht in Dänemark. Allerdings könnte es damit mit dem britischen EU-Austritt 2019 vorbei sein. Gut 15.000 Norweger haben Stimmrecht, im Rahmen der Partnerschaft der nordischen Staaten, denn Norwegen zählt nicht zu den EU-Mitgliedern, ebenso wie Island. Immerhin können auch rund 7.000 Isländer mit Wohnsitz in Dänemark wählen.
Der Wahlforscher an der Universität Kopenhagen, Kasper Møller Hansen, erläutert gegenüber Danmarks Radio. dass die Zahl der wahlberechtigten EU-Bürger deutlich angestiegen ist, um 50.000 seit den Wahlen 2013. Die meisten Neubürger stammten dabei während der vergangenen Jahre aus den „neuen“ EU-Mitgliedsstaaten.

Drei Wochen nach Zuzug wahlberechtigt

EU-Bürger können bereits drei Wochen nach Zuzug nach Dänemark Kommunal- und Regionspolitik mitbestimmen. Auffallend ist allerdings, dass die meisten EU-Bürger ihr Stimmrecht bei Kommunal- und Regionsratswahlen gar nicht nutzen. Am höchsten war sie 2013 unter den rund 14.000 schwedischen Wahlberechtigten mit über 50 Prozent. Auch die Niederländer gingen mit leicht unter 50 Prozent relativ fleißig zur Wahl, gefolgt von den Norwegern, von denen 45 Prozent ihre Stimme abgegeben haben.
Die deutschen Staatsbürger liegen gut im Rennen, mit 42 Prozent Wahlbeteiligung. Entscheidend ist offenbar, ob sich die Menschen langfristig im Land niederlassen. Die Bürger aus den „neuen“ EU-Ländern wie Polen und Rumänien wählen nur zu 15 Prozent.
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