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Regierung möchte mehr zu Ersatzjobs zwingen

Regierung möchte mehr zu Ersatzjobs zwingen

Regierung möchte mehr zu Ersatzjobs zwingen

jt
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Ersatzjobber in der Kommune Furesø. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Die dänische Regierung möchte die Initiative, Arbeitslose in eine sinnvolle Beschäftigung zu aktivieren, ausweiten. Doch neue Zahlen zeigen, dass immer weniger eine solche Beschäftigung bekommen.

Die dänische Regierung hat am Donnerstag einen Entwurf präsentiert, der dafür sorgen soll, dass mehr Arbeitskraft zu Verfügung steht. Darin wird vorgeschlagen, dass Arbeitslose, die das Arbeitslosen-Tagegeld (Dagpenge) beziehen, schon ab dem ersten Tag ihrer Arbeitslosigkeit für einen Ersatzjob zur Verfügung stehen muss. Das berichtet die Wochenzeitung Ugebladet A4.

Laut Regierung wäre ein potentieller Ersatzjob das Einsammeln von Abfall in den Stadtparks oder das Sauberhalten von Parkplätzen. Das soll Arbeitslose dazu motivieren, mehr Bewerbungen zu verschicken, so die Regierung.

Beim Landesverband der Gewerkschaften LO stößt der Gesetzesentwurf der Regierung auf Kritik. „Es dreht sich hierbei um Personen, die viele Jahre lang eine Arbeitslosenversicherung bezahlt und dem Arbeitsmarkt treu gedient haben. Nun ist diese Versicherung plötzlich nicht länger gültig und sie werden zudem mit den Sozialleistungsempfängern gleichgestellt“, so LO-Vize Ejner K. Holst zu Ugebrevet A4.

Arbeitgeberverband weist Vorwurf zurück

Diesen Vorwurf weist der dänische Arbeitgeberverband (DA) zurück. Er meint, dass Recht und Pflicht Hand in Hand gehen. Bekommt eine Person Arbeitslosengeld vom Staat, dann soll diese auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, so der Verband.

Neue Zahlen der Statistik-Datenbank der Behörde für Arbeitsmarkt und Rekrutierung zeigen jedoch, dass immer weniger Arbeitslose einen Ersatzjob bekommen. Während im März 2016 noch 3.477 Arbeitslose einen Ersatzjob hatten, waren es im März 2018 lediglich 2.398 Personen – ein Rückgang von rund 30 Prozent.

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