Wirtschaft

Pläne: Regierung erntet Kritik für Anhebung der Fischquoten

Pläne: Regierung erntet Kritik für Anhebung der Fischquoten

Pläne: Regierung erntet Kritik für Anhebung der Fischquoten

jt/ritzau
Kopenhagen
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Foto: Morten Stricker/Midtjyske Medier/Ritzau Scanpix

Sollte die dänische Regierung ihre Pläne zur Anhebung der Fischquoten in der Ostsee umsetzen, dann werden die Fischbestände deutlich zurückgehen. So lautet die Kritik von Politikern und Organisationen.

Am kommenden Montag wird der dänische Minister für Fischerei, Mogens Jensen (Sozialdemokraten), nach Brüssel reisen und seine Pläne zur Anhebung der Fischquoten für Gewerbefischer in der Ostsee präsentieren. Das ist aber strikt gegen die von der Europakommission angegebenen Senkung der Quoten, weil unter anderen der Dorschbestand rapide rückgängig ist, berichtet die Tageszeitung „Berlingske“.

Deshalb ernten die Pläne der Regierung auch Kritik – darunter von Umweltorganisationen, den Unterstützerparteien und der Dänischen Volkspartei.

„Wenn die Regierung diese Pläne umsetzt, dann wird die Ostsee irgendwann ein totes Meer sein“, erklärt Maria Reumert Gjerding, Präsidentin des dänischen Naturschutzvereins. Das sieht der Sprecher für Fischerei der Einheitsliste, Søren Egge Rasmussen, ähnlich.

„Wir sind dort angelangt, wo der Dorschbestand in bestimmten Gebieten der Ostsee derart unter Druck steht, dass er zu kollabieren droht“, so Rasmussen.

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