Coronavirus

Regionale Reiseregeln für das Außenministerium nicht attraktiv

Regionale Reiseregeln für das Außenministerium nicht attraktiv

Regionale Reiseregeln für Außenministerium nicht attraktiv

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Kathedrale von Palma de Mallorca. Die Corona-Zahlen steigen in Spanien. Die Reisebranche schlägt nun regionalisierte Reisebeschränkungen vor, um generelle Reiseverbote zu umgehen. Foto: R4179 Ulrich Stamm/Picture Alliance/Ritzau Scanpix

Im Urlaubsland Spanien steigen die Corona-Zahlen. Die Reisebranche fürchtet ein komplettes Reiseverbot und schlägt regionale Reisebeschränkungen vor. Das Außenministerium hält davon wenig.

Das Außenministerium sieht regionale Reisebeschränkungen für Spanien kritisch. Nachdem seit einigen Wochen die Corona-Infektionszahlen in Spanien wieder steigen, hat nun die dänische Reisebranche regionale Reisebeschränkungen für Spanien angeregt.

Laut Nachrichtenagentur Ritzau ist das Außenministerium der Auffassung, dass eine solche Regionalisierung schwierig umzusetzen ist. Norwegen und Großbritannien haben wegen der dortigen steigenden Infektionszahlen Quarantäne für ihre Bürger angeordnet, die aus einem Spanienurlaub heimkehren. Vor allem in Katalonien und in der Provinz Aragón steigen die Infektionszahlen.

Eine Quarantäne wird laut Beschluss der Regierung in Dänemark dann eingeführt, wenn in einem Land innerhalb einer Woche mindestens 30 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner auftreten. Eine weitere dänische Regel besagt, dass für ein Land, in dem mehr als 5 Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen, Restriktionen gelten.

Ministerium: Regionalisierung schwierig

Für diese Regeln liegen in der EU aber laut Nachrichtenagentur Ritzau die Daten nicht immer auf regionaler Ebene vor. Laut Außenministerium wäre der verwaltungsmäßige Aufwand auch sehr viel höher, zudem würden die Zahlen instabiler, Entwicklungen weniger vorhersehbar sein.

Nun fürchtet die Reisebranche, dass eine weitere Steigerung der Infektionszahlen dazu führt, dass Reisen aus Dänemark nach Spanien generell unmöglich werden.

Das Außenministerium fordert Urlauber auf, sich zu Hause testen zu lassen, wenn die Infektionszahl im Urlaubsland während des Aufenthalts auf mehr als 50 pro 100.000 Einwohner geklettert ist.

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