Wirtschaft

Makler kritisieren Lindholm-Pläne

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Vordingborg
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Die Insel Lindholm Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Keine Familien mit kleinen Kindern wollen nach Kalvehave ziehen, wenn auf Lindholm ein Ausreisezentrum für kriminelle Ausländer errichtet wird, meinen Immobilienmakler in der Umgebung.

„Ich bin mir sicher, dass Kunden, die kurz vor einem Kauf einer Immobile bei uns stehen, erst einmal alles auf Eis legen“, erklärt Kasper Pedersen, Chef der Maklerkette EDC in Vordingborg. Die Pläne der Regierung und der Dänischen Volkspartei, auf der naheliegenden Insel Lindholm ein Ausreisezentrum für kriminelle Ausländer zu errichten, sei schädlich für sein Geschäft, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau.

Sein Kollege Christoffer Frimann von der Maklerkette Nybolig berichtet, dass er schon einen Vertrag für eine Immobilie in Kalvehave fertiggestellt hatte. „Doch nachdem die Regierung ihre Pläne für Lindholm präsentiert hatte, wollte mein Käufer aus dem Vertrag aussteigen“, so Frimann.

Er glaubt jedoch nicht, dass eine Insel mit Kriminellen, die 20 Minuten mit der Fähre entfernt liegt, schädlich für das Lokalgebiet sein kann. „Ich erwarte nun nicht, dass dann plötzlich Zustände wie im Wilden Westen in Kalvehave herrschen“, so Frimann.

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