Kultur

Branchenverband sieht schwarz für Festivals

Branchenverband sieht schwarz für Festivals

Branchenverband sieht schwarz für Festivals

Ritzau/hm
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
2020 gab es kein Roskilde-Festival, ob es eines 2021 geben wird, ist fraglich. Foto: Mathias Løvgreen Bojesen/Ritzau Scanpix

Festivalgäste in kleinere Gruppen einteilen, keine Übernachtungen – so lauten die Empfehlungen einer Expertengruppe in Sachen Musikfestivals. Der Branchenverband der Festival-Veranstalter beklagt fehlende Entscheidungen und ist der Ansicht, dass es unter den jetzigen Umständen unrealistisch ist, derartige Events zu veranstalten.

Der Branchenverband der dänischen Musikfestivals, Dansk Live, zeigt sich enttäuscht von den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden, wie in diesem Sommer Festivals durchgeführt werden könnten. Eine Expertengruppe der Regierung ist der Auffassung, dass Festivalgäste in kleinere Sektionen aufgeteilt werden sollten. Von Übernachtungen auf dem Festivalgelände raten die Experten ab. Noch allerdings sind dies Empfehlungen, eine politische Entscheidung dazu steht noch aus.

Der Branchenverband kritisiert dies und meint, es sei unrealistisch, Festivals durchzuführen, wenn die Politik nicht entscheide, unter welchen Bedingungen sie stattfinden können.

Branchenverband: Können nicht länger warten

„Wir können nicht länger warten, die ersten Festivals sollen im Mai stattfinden“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Dansk Live. Man schulde den Künstlern, Dienstleistern, den Tausenden Freiwilligen und dem Publikum eine Entscheidung. Es sei nicht das erste Mal, dass man um Aufklärung bitte, so der Verband. Dieser hatte gefordert, bis spätestens März über die Festivals zu entscheiden.

Mit einer schnellen Entscheidung ist wahrscheinlich nicht zu rechnen. Kulturministerin Joy Mogensen (Soz.) erklärte im Sender „TV2“: „Der Bericht der Expertengruppe liegt nun vor, jetzt sollten wir alle genug Zeit haben, ihn zu lesen.“ Sie wies auf den Entschluss der Regierung und eine Reihe von Parlamentsparteien hin, Kompensationszahlungen für Veranstalter bis Ende September 2021 zu leisten. Unklar ist, wann die politische Diskussion um den Bericht beginnt.

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