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Frederiksen: Politische Magie hat Brexit-Knoten gelöst

Frederiksen: Politische Magie hat Brexit-Knoten gelöst

Frederiksen: Politische Magie hat Brexit-Knoten gelöst

jt
Kopenhagen/Brüssel
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Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) Foto: Thierry Roge/AFP/Ritzau Scanpix

Am Donnerstagabend wurde ein Austritt Großbritanniens mit der EU vereinbart. Die dänische Regierungschefin ist guter Dinge.

Nachdem die EU-Staatschefs die überarbeitete Austrittsvereinbarung genehmigt haben, liegt der eigentliche Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union in den Händen der Politiker in London. Das erklärt die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) am Donnerstagabend gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau.

„Meiner Meinung nach ist es ein guter Tag für Europa. Jetzt haben wir eine Absprache, die noch in London genehmigt werden muss. So weit, so gut“, betont Frederiksen. In den Tagen vor dem Spitzentreffen wechselten die Signale der Verhandlungspartner zwischen positiv und negativ. Am Mittwoch und Donnerstag sei aber plötzlich das Tempo in den Verhandlungen erhöht worden.

Warum die Verhandlungspartner derart schnell aufeinander zukamen, kann sich die Regierungschefin nicht erklären. „Ich glaube, dass wir hier sehen, wozu politische Magie in der Lage ist. In einer hoffnungslosen Lage ist es manchmal möglich, dass Politiker trotz allem aufeinander zukommen und sich einigen können“, so Frederiksen.

Die große Frage bleibt jedoch noch offen. Wird das britische Unterhaus am Sonnabend für oder gegen die Brexit-Vereinbarung stimmen? „Das ist schwer zu sagen – insbesondere in der britischen Politik“, unterstreicht Frederiksen.

Dreimal zuvor ist eine Austrittsabsprache zwischen der EU und Großbritannien vom Unterhaus abgelehnt worden. Die neue Vereinbarung enthält im Vergleich zu den vorherigen viele neue Einträge und Veränderungen, so Ritzau.

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